Wednesday, January 15, 2014

FECAL BODY INCORPORATED - Pathogenesis - Cd / Bizarre Leprous Prod.



F.B.I. -  wenn der selige Kommunistenhetzer Hoover wüsst, wie das Kürzel, das er sich hätte patentieren lassen sollen, von Gestalten aus ebenjenem subversiven und gehassten Ostblock missbraucht wird, der würde noch aus dem Familiengrabe die Hunde des Krieges loslassen. Rotkommunistische Bulgarenhorden verunglimpfen das Fanal der freien Völker, die Basis von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Aber da er seinen Kadaver bis zum nächsten Zombiekometen nicht mehr in Aktion zu setzen vermag, haben die Feinde der Freiheit, die Aggressoren unter den Diktatoren alle Zeit ihrer fadenscheinigen Existenz, um zumindest musikalisch Unheil über die geplagte Menschheit bringen. Am Ende muss sich der seltsame Vogel und einst wohl mächtigste Mann innerhalb des tönernen Riesen Amerika nicht ernsthaft Sorgen machen, wenn seine untote Seele nicht gerade von Verfolgungswahn besprungen wird. Denn die Bulgaren sind harmlos, die gebärden sich vieleicht wild, wollen aber eigentlich nur Bällchen fangen. Das was denen an Goregrind vorschwebt, dort unten im neuen Europa, hat wenig von echter Bedrohung. Das sind einfache Gitarren, einfache Rhythmen und ein morphinsüchtiger Ochsenfrosch der sich vor dem Mikro die Haut über den Kopf zieht und noch das letzte Sauerstoffatom aus seinen kleinen Lungen kotzt. Mit elektronischer Verstärkung, oral abwärtskompatibel. Gelangweilt oder entspannt, je nach Blickrichtung. So wie die ganze als Musik missverstandene Geräuschkulisse, die nicht aus dem Topf kommt und dennoch mit brutalen Klischees reinste Luftnummern hinlegt. Nicht dass hier noch Kreativität Einzug  hält, Gott nur nicht überanstrengen, spulen wir doch lieber den ausgeleierten Schlüpfergummi von der eirigen Rolle, tun so als wären wir groovy und zögern das Finale mit schläfrigen Bassparts hinaus. Um es auf den Punkt zu bringen, FBI sind reinste Goregrindschlaftabletten, agieren äußerst emotionsgebremst und tun sich irgendwas in den Kaffee, das in unseren Breiten garantiert illegal ist. Langweilig trifft es wohl am ehesten. Und da hilft es wenig, mit diversen Zwischenspielen aus nicht zuordenbaren Filmen oder weiß der Geier welchen Laienspielen die dünne Suppe zusätzlich zu strecken. Einzig Groove hat die Scheib, das erübrigt sich aber schleunigst, das das Gebrumm den größten Teil seiner Opfer längst in Morpheus Arme gejagt haben sollte und wer schläft ist nicht anfällig für möglicherweise noch verwertbare Restbestände pseudokünstlerischer Orgasmen. Der Band fehlt es definitiv an Geschwindigkeit und an einem Gesang der wenigstens im Ansatz versucht, nicht nur zu gähnen. Und dabei erzählt er rülpsenderweise Geschichten, die jedem anständigen Perversen die Schamesröte ins Oberstübchen jagen würde. Die eitrige Zersetzung vergorener weiblicher Innereien hätte mich jetzt zwar nur rudimentär interessiert, auch das was er über vergammelte Föten und Anusliebelein zu wissen glaubt, ist nicht zwingend dem literarischen oder anderweitig kulturhistorischen Weltkulturerbe zuzuordnen, aber wo er es schon mal anspricht, hätte er sein Fachwissen auch aufrichtiger mit mir teilen können. Wie kann der da nur so eiskalt auf wahre Gefühle verzichten, wie gelingt es ihm ohne Regung blutigste Pathologenfantasien und Hymnen auf entrechtete Weiblichkeit durch sein Schandmaul zu würgen und dabei die Mimik eine Wasserspeiers aufzusetzen? Die Kommunisten haben in Bulgarien wohl doch mehr als nur profane Propagandaschlachten geschlagen. Die Spätfolgen trägt die nächste Generation und dann kommt so was bei raus. Innovationsfreies Meucheln mit tiefer gelegter Instrumentalfront und gleichgültigem Marschtempo. Entweder sind die Bulgaren vom F.B.I. saucoole Hunde, oder aber sich ihrer selbst nicht sicher. Die wissen möglicherweise auch nicht, dass man den Klampfen mehr als nur 3 Akkorde entlocken kann und dass das Schlagzeug nicht zwingend im Rhythmus eines schlecht eingestellten Steppers tickern muss. Gut, Goregrind schreibt keine Abwechslung vor, verlangt nur debiles Grinsen und einfaches Gelenkehandling ab, um sich aber gegen Erfolgsentertainer wie Rompeprop oder auch Satans Revenge On Mankind durchzusetzen, die zudem den unhörbaren Bass erfunden haben, fehlen noch diverse Pfunde rohen und gut abgehangenen Fleisches auf den Rippen. Sich nur im Schatten ebenjener sonnen zu vollen erzeugt totale Kadaverblässe und lässt den kläglichen Rest an Eigeninitiative wie ein plärrendes Schulkind in der Ecke schmollen. 
F.B.I. stellen für niemanden eine Bedrohung dar und hübschen jede Kinderparty auf, ohne dass sich Mami ernsthaft Gedanken um das Wohl der Brut machen muss.

4/10

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