Tuesday, May 24, 2011

BROKEN GRAVESTONES - Let Sleeping Corpses Lie - Mcd / Comatose Music/Sevared Records


Noel Kemper und Kam Lee haben endlich was Verwertbares aus ihrem überseeischen Händeschütteln gemacht und die passende Begleitmusik, oder eher fast ehrfürchtige Honoration, an das europäische Zombie – Horrorkino der 70/80er gezaubert. Federführend dabei dürfte der titelgebende Jorge Grau Streifen „Let Sleeping Corpses Lie“sein, bei uns als „Leichenhaus der lebenden Toten“ bekannt, und für mich einer der innovativsten Untotenfilme aller Zeiten. Es ist wenig überraschend, dass Noel Kemper (ich stehe auf Pseudonyme), der sich sonst mit GRUESOME STUFF RELISH und ALTAR OF GIALLO verdingt, einen Sound hingekriegt und Musik komponiert hat, die tatsächlich Grabsteine bröseln lässt, verrottende Kadaver auf der Suche nach fressbarem aus feuchter Erde treibt und ein individuelles Privatkino im eigenen Hirn (solange von Zombies noch nicht weggeschlürft) eröffnet. Wer von euch den Film kennt, und dann das hier hört, versteht sofort, dass beides erschreckend minutiös zusammen passt. Der Scheiß ist zum Nägelkauen! Selbst wenn die Mcd eigentlich nur 3 Songs hat (plus Demotracks als Bonus und eigentlich nur doppelt aufgelegt), erschlägt die old school lastige Horror Breitseite mit extrem behäbigem Tempo und tonnenschwerer Straßenwalzenlibido. Auch das passt zum Bild, Zombies wie ergrauende Metaller sind nicht mehr gut für eine fixe Nummer im Fahrstuhl. Da passen wir uns doch lieber dem alters-, und morbiditätsentsprechenden Rhythmus an. „Let Sleeping …“ ist reinster Horror Metal mit bollernden Drums, kreischender Gitarre (fast wehklagend in eigentlich typischer Kemper Manier) und verschleimten Vocals, als müsste der frisch geschlüpfte Wiedergänger erst mal Dreck und angetrocknetes Sputum auskotzen. Zudem gilt ein Song als Statement für echte Genrefans und hält auch als Erklärung für den musikalischen Schleppanker her. „Zombies Don´t Run“, das nenn ich doch mal eine Aussage! Eine Aussage an der sich das Gelegenheitsprojekt Kemper / Lee mit aller Konsequenz festhält und die ihnen in dem was sie da gemeinsam aus der muffigen Gruft menschlicher Fantasie befreit haben, recht gibt. BROKEN GRAVESTONES ist was für Fans der ersten Stunde, die sich mit Vorliebe den stumpfen Dolch metallischer Geradlinigkeit von vorn und in vollem Bewusstsein in den Leib rammen lassen. Keine Schnörkel, keine Technik, keine überflüssigen Spielereien, kein künstliches Aufgeblase, sondern direkt und ehrlich in die Fresse. Macht mörderisch Laune, klingt unglaublich düster und bedrohlich, zaubert ein breites Grinsen in langsam schlaffer werdende Gesichter und hält sich dabei ganz an die Tradition von Bands ASPHYX und ähnlichen Vorreitern. BROKEN GRAVESTONES essentiell zu nennen wäre für die breite Masse wohl vermessen, für mich gilt das aber schon!
9/10

Monday, May 23, 2011

AFTER PARTY MASSACRE - OST - Cd / Ibex Moon


Einen reinen Death Metal Soundtrack durch meine kalten toten Finger gleiten zu lassen ist ein absolutes Novum, jedenfalls für mich. Basierend auf dem gleichnamigen Streifen „After Party Massacre“, in dem es wie nicht anders zu erwarten um Sex, Gewalt und gepflegte Perversion geht, schiebt die Musik quasi die bildlose musikalische Variante nach. Keine Ahnung ob der Film gut ist, (laut Werbung bringt er Metal, Blut und Gore auf die Leinwand), die Mucke ist es allemal. Dabei rüpeln ausschließlich (glaub ich zumindest) Bands aus dem INCANTATION Umfeld (die auch ihren Auftritt im Film haben) durch Bauch und Hirn. Ihr dürft also eigentlich einen Ibex Moon Sampler erwarten. Der ist aber gut gefüllt mit erstklassigen Old School Säcken, die mit Vorliebe Blei und Feuer spucken. Mit dabei INCANTATION in persona, flankiert von DENIAL FIEND, LIFELESS, FERAL, FATALIST, CARDIAC ARREST, FUNERUS, SOULLESS, GOREAPHOBIA, ESTUARY und GRAVEHILL, wobei die eine oder andere Abrissbirne doppelt einschlägt. Unterbrochen, aufgelockert oder gestört (je nachdem), wird der Spaß durch einige Samples. Den größten Unterhaltungswert haben dann wohl GRAVEHILL, die hier AC/DC mit „If You Want Blood“ covern und ganz sauber die Buttergrütze aus dem Einweckglas rocken. Ich genieße gerade eine rundum dreckige, staubige und eher eckige als runde Sache, und heiße sie generell für gut. Ich denke das Teil ist erstrangig was für Fans des Hack und Tittenzelluloids, und dürfte bei den Recken im alten Europa möglicherweise etwas untergehen. Welches Kino soll hier schon ein Sado - Maso - Mörder - Silikon - Pussy - Gore und Folterprogramm an den Mann bringen wollen, die halten doch jetzt schon die leeren Börsen unter der Kasse fest. Der Erfolg der Cd mag aber auch davon abhängen, inwieweit da Exklusivnummern drauf sind, das zu recherchieren bin ich aber zu faul, ehrlich mal. In zweiter Linie und etwas kritischer betrachtet handelt es sich lediglich um einen schnöden Labelwerbesampler den andere für lau weggeben. Aber Amis sind eigen und lassen sich nicht gern rein quatschen, dass wisst ihr sicher. Und wer was sagt, der bekommt die Retourkutsche an der hauseigenen Ölquelle. Ist ja auch egal, die Bands sind ausgezeichnet, die Musik natürlich nicht minder und das legitimiert dann wieder dem Konsumente ein paar Unzen Zahngold aus der Prothese zu knacken. Und für einen Abend mit gestandener Old School Totunterhaltung kann man ruhig was locker machen. Auf die Bands selbst muss ich wohl nicht eingehen, wer damit nichts anfangen kann, darf seine Zähne noch etwas länger putzen.

Sunday, May 22, 2011

SPEED KILL HATE - Out For Blood - Cd / Hammerfist Records


Dave Linsk kümmert sich nach der letzten überragenden OVERKILL Scheibe wieder um seine seit 2005 auf dem Nebengleis abgestelltes Baby SPEED KILL HATE und schiebt nach langer Wartezeit ein neues Album in ebenfalls fast neuer Besetzung nach. Dabei kommt dann aber leider wenig innovativer, eher bewährter Thrash Metal heraus, der mit guten Mid Tempo Riffs punktet, sich an einer ausgewogenen Mixtur aus Bay Area, Slayer und Pantera orientiert, und nicht dem Versuch erliegt irgendwas anbrennen zu lassen, indem man sich zu weit aus dem Fenster lehnt. Schade eigentlich, denn Risikofreude macht sich gern auch mal bezahlt. Nicht dass ich jetzt wirklich nörgeln wollte, „Out For Blood“ ist ein souveränes Eisen mit guten Songs, satter Produktion und so weiter, es bleibt unüberhörbar, dass da erfahrene Musiker mit Überzeugung ihr Instrumentarium zu zerstören, aber herausragend ist es eben nicht. Die Riffs haben die richtige Schärfe, dafür sind die Solis etwas zurückhaltend und das gesamte Songwriting ist mir selbst einen Tick zu inkonsequent. Vielleicht trägt die Stimme des aktuellen Frontmanns Bob Barnak auch ihren Teil dazu bei, dass das ganze Teil nicht recht landen will, weil er mir mit zu sonoren Hardcoreshouts etwas die Laune verhagelt. Desweiteren ist kein echter Blutbatzen, kein direkter Treffer aus poliertem Lauf auf der Scheibe, lediglich 10 gute Stücke. Effektiver wäre es, den einen oder anderen raus zu hauen um mir und euch einen Grund zu geben, das Album wirklich zu wollen. Allerdings bin ich auch der festen Überzeugung, dass jene, für die US Thrash Metal schon immer der Ersatz für Muttermilch war, sehr viel von „Out For Blood“ halten werden, da es in den momentanen Trend hinein passt und problemlos an vergangene Tage anknüpft, ihr müsst euch quasi an nichts neues gewöhnen, das ist kein handgefertigtes Sushi vom Meister sondern schnell verdauliches Fast Food. Also, Durchfall und Verstopfung (geistiger Art) tangieren euch nicht mal im Ansatz? Dann dürft ihr euch von SPEED KILL HATE gern zeigen lassen, wo die eisernen Kreuze wachsen, mit ihnen in eine martialische Schlacht ziehen und ordentlich austeilen, aber auch einstecken können. „Out For Blood“ wird so bestimmt eine heftige Scheibe, die ihre Fans finden wird, aber bei der geballten Erfahrung der Musiker hätte unbedingt mehr drin sein müssen als eben nur gut zu sein. Schade, da wurde einiges verschenkt.
6/10

Friday, May 20, 2011

RUINS - Chambers Of Perversion - Cd / Negative Existence


RUINS produzieren Sound und Musik wie eine osteuropäische Konservenfabrik, hohl, blechern, dünnwandig, schrill und kalt. Zusätzlich sind die Ränder nicht gefalzt, was das Produkt scharfkantig und unansehnlich macht. Blutungsgefahr sehr hoch, Halbwertzeit dagegen nicht, setzt schnell Rost an, was auch zu hören ist. Dem Gehörnten sei Dank, möchte ich beinahe sagen, würde ich solche Art der geräuschvollen Unterhaltung wirklich mögen. Dem ist aber bekanntlich nicht so, deshalb darf ich, mit aus vollem Herzen kommender ignoranter Einstellung, etwas darüber lästern. RUINS steht für schwarzen Pesthauch in der Tradition von BESTIAL MOCKERY, TOXIC HOLOCAUST, wie das Label werbeträchtig erkannt hat. Die Basis baut aber teutonischer Ur – Thrash Metal und das beschert den gewissen Lichtblick, quasi direkt vom Lichtbringer. Die Gitarrenriffs sind so was wie die Sägeblätter in der Höllenmaschine, die sich durch das sündige Fleisch der Büßergemeinschaft fressen. Der Rest dagegen ist holpriger als der Kreuzweg, das Schlagzeug bollert wie ein abgehalfterter Leiterwagen über den Schädelberg und hinterlässt überhaupt keinen freudigen Eindruck. Dazu keift der Frontmann in hektischer Monotonie (ja, das ist durchaus möglich) und raubt mir gänzlich den Spaß, hat der sogar noch nervigen Hall auf der Stimme, dass es mir die Birkenstocksandalen von den Wanderfüßen rollt. Unter anderer Konstellation hätte die Band bei mir mehr punkten können, aber so wird da nichts draus, denn richtig harmonieren will das Chaos nicht, soll es wahrscheinlich auch nicht. Eines ist aber gewiss, der Gekreuzigte wäre von seinem Symbolbalken gesprungen und lieber Waldorfdozent geworden, hätte er sich das anhören müssen. Auf diese Weise kann man natürlich auch zum Ziel kommen. Passend dazu ist „War in Heaven Pt. 4“, dem, meinen gesenkten Ansprüchen nach, einzigen guten Song der Satansrinde. Die ewige Schlacht zwischen Gut und Böse als Fortsetzung zu präsentieren wie eine Telenovela ist allein schon hitverdächtig, aber wenigstens hat die Nummer Atmosphäre und geht kompositorisch etwas andere Wege als das Gros der teuflischen Akustikverbrechen. „Chambers Of Perversion“ lässt mich körperlichen und psychischen Schmerz spüren und es gefällt mir nicht! Wer sich jedoch an eigenen und fremden Qualen berauschen kann, dem seien RUINS mit Blut in den Ohren und Würgereiz im Schlund zu empfehlen … bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Ruinen eurer eigenen Sünden auf euch herniederfahren und euren untoten Seelen den Weg zum Himmel auf Ewig versperren!
5/10

Thursday, May 19, 2011

TURBOCHARGED - AntiXtian - Cd / Chaos Records


Das ist mir auch neu, der Punk nagelt den Sohn Gottes an das Kreuz. Oder noch schlimmer, der Heiland wird vom Holz gerissen und verkehrt herum einbetoniert. TURBOCHARGED gehen mit bösartigster Inbrunst an ihr blasphemisches Werk und ich bin mir nicht sicher ob das alles ein großer Spaß ist, die das wirklich bitterernst verfechten was sie da von Golgatha herab predigen oder sogar beides. Denn TURBOCHARGED, obwohl aus prädestiniertem schwarzmetallischem Territorium, der schwedischen Alkoholsteuerhölle, geht musikalisch die andere (und einzig richtige, ich lach mich kaputt) Richtung. AntiXtion ist ein Album, vernehmlich das Debütwerk der Band, das so was von vollgepfropft mir verdammtem Drecks - Rock´n Roll, Punk und Metal ist, dass die thematische Herausforderung eine eher ungewöhnliche darstellt. Das ist eher wie Motörhead mit Thrash Anteilen aus der Schlägerfabrik, rittlings auf dem schuppigen Buckel des Gehörnten. Treibende Akkorde, semimelodiöser heiserer Gesang und coole Refrains scheinen der künstlerische Mittelpunkt der Musik, und dazu dann eben konsequent den Klerus in den Arsch … genau das. Der Gewaltakt rockt die Abendmalstafel durcheinander, die Jünger … werden schlagartig älter und fallen vom Glauben ab. Die heilige Henkersmahlzeit wird zum ausufernden Gelage, Johannes schickt Judas zu Maria Magdalena, soll nach ihren Schwestern fragen und Öl für ungezwungene Paarspiele mitbringen. Thomas verkippt den sauren Wein und entschuldigt sich mit Selbstgebranntem, Matthäus verteilt Gras und erfindet den antiken Joint. Bartholomäus kotzt Philippus aufs Büßerhemd und Simon gründet mit dem Rest einen Trinkerchor und alle grölen Sauflieder, die garantiert nicht in die moderne Kirchengeschichte einfließen. Judas ist so spitz und zielstrebig auf dem Weg zum Hurenhaus, dass er den römischen Dekurio verpasst und vergisst, und Jesus beschließt noch etwas zu bleiben und mal richtig einen zu zischen, bisschen zu kiffen und später viel zu vögeln. Hätten Edisons´ Vorfahren im heiligen Land gelebt und dort den elektrischen Strom erfunden, hätten TURBOCHARGED mithilfe einer selbstgeknüpften Zeitmaschine die Scheune tatsächlich akustisch mit elektronisch erzeugtem Radau abreißen können und das Christentum hätte seinen Märtyrer nie zweckentfremden können, da er als zufriedener Alkoholiker in den Armen einer Hure gestorben wäre. Aber es ist nun mal so wie es ist und die Schwedischen Kreuzhasserpunks dürfen dafür mit Vollgas und scheinbar unerschöpflicher Energie das postmoderne Christentum zerlegen. Der Scheiß ist so was von unverfroren stilecht, dass gläubige Geister vor Schreck aus den Latschen kippen und unsereins vor Freude weint und lacht. Warum? .. die Vinyl Version wurde bereits letztes Jahr veröffentlicht, an Lemmys Geburtstag, dem 24. Dezember, der teilt sich bekanntlich seinen Namenstag mit dem Beinahekiffer vom Kreuz, das sagt wohl alles, ist ein echter Gimmick. Letztendlich ist „AntiXtian“ ein großer Spaß, der so vielleicht gar nicht beabsichtigt war … oder doch? Lasst euch von der Bekehrung bekehren!
9/10

Wednesday, May 18, 2011

CYTOTOXIN - Plutonium Heaven - Cd


Was für ein Schock, da haben unbekannte, gemeingefährliche Reiseveranstalter einen Ochsenfrosch und einen Sack zu elektronischen Forschungsgeräten umgebaute Musikinstrumente inklusive Bedienungspersonal über Tschernobyl abgeworfen, um ein Langzeitexperiment über die Auswirkung radioaktiver Strahlung auf die Hirn / Finger / Stimmbandkoordination von humanoiden Geschmacksterroristen zu wagen. Warum sich da jemand so viel Mühe macht, kann ich gar nicht sagen, dem Frosch hat es aber überhaupt nicht geschadet, der quakt fröhlich weiter bis die Geigerzähler Dauerton anschlagen. Das akustische Zwischenergebnis dieses bedenklichen Probelaufes ist ein mehr als brutaler Hieb, denn uns schmettert Hass und Gewalt unter der Betonglocke entgegen, die ersten Risse lassen radioaktive Strahlung in die Umwelt ab und die Verantwortlichen trümmern munter weiter. Die Folgen sind nicht abzusehen, der Fallout legt sich wie ein unsichtbarer Teppich auf metallisch verseuchte Gehirne und lässt die Synapsen einen wilden Twist tanzen, angespornt durch unaufhaltsames Neuronen – Dauerbombardement. Verursacher dieser Reaktion sind rapide Tempowechsel und progressiv anmutende Geräusche in den hochfrequenten Tonlagen. Hinzu kommt ein rhythmisches Kanonenfeuer, das den Putz von den Wänden drückt, Tapeten zu Altpapier welken lässt, menschliche Muskulatur überansprucht, bisher gesunde Hirnmasse degeneriert und den unumkehrbaren Alterungsprozess von Opfern, die unfreiwillig (oder freiwillig, egal) in der Nähe vegetieren, massiv vorantreibt, ja sie binnen kürzester Zeit zu Erlösungsbettlern macht. Einzig auf Metal getrimmte Geister mit vorzugsweise bleiernem Gemüt und ebensolchen Nerven dürfen der Sache gefahr-, und reuelos gegenüber stehen. Allen anderen wird die Geräuschkulisse kopfschüttelnd in die Knie zwingen. Gewohnt sind wir solche Ausbrüche künstlerischer Mutagene in der Regel aus den Staaten, bei denen müssen dann wohl sämtliche Atomkraftwerke eine Ehe mit Schweizer Käsefabrikanten eingegangen sein, anders lässt sich die Tatsache doch gar nicht erklären, geschweige denn verschleiern. Wahrscheinlich ist CYTOTOXIN ein amerikanisches Kulturgift, das der diesatlantischen Jugend irgendeinen Schaden zufügen soll, wenn es da noch was zu schädigen gibt. Schmerzfreie Freunde brutalen Death Metals´ werden sich der Herausforderung mit Freuden und viel Bier als unabdingbare Kühlflüssigkeit stellen. Bleibt abschließend zu erwähnen, das Zwischenergebnis ist nicht unbedingt überraschend, trotzdem beinahe innovativ in seiner handwerkliche Präsenz, und demzufolge durchaus mit frischen Ideen behaftet. Warten wir ab was geschieht, wenn die Betonglocke über Tschernobyl genügend erodiert ist! (bisschen Namedroping, wer das eben nicht als aufschlussreich interpretieren konnte: DOMINATION THROUGH IMPURITY, INVIDIOSUS, HUMAN REJECTION, DISFIGURED,WORMED, HUMAN ARTIFACTS sucht euch was aus, irgendwo da findet ihr auch CYTOTOXIN, und schmeißt euch nicht unter den Panzer! http://www.cytotoxin.de/
7/10

Tuesday, May 17, 2011

MOTHER EEL - The Idiocy - Generosity Cycle - 7


Da geht eine Grindcoreband (vermutlich) hin und nennt sich Aalmutter, dieser Aspekt leuchtet mir nicht ein. Drängt sich die Frage ans schummrige Licht der Neugier, aus welchem tiefen und schlammigen Loch die gekrochen sind, und warum überhaupt. MOTHER EEL ist jedenfalls ein ziemlich schwerer Happen, der sich mit normalen und gewaschenen Fingern nicht festhalten lässt, und der immer weiter zappeln und sich winden wird, selbst wenn ich ein Leben lang mit Füßen darauf herum treten würde. MOTHER EEL ist eher so was wie ein psychedelischer Dauerrausch für Naturbreite, als echte Grinderfahrung. Die Musik ist stumpf, häufig chaotisch und wirr, dann wieder mit Tendenz zu Sludgekram. Die Basis ist einfach gestrickt, die Gitarre macht nicht viel, wenn es um ein durchgehendes Riff gehen soll, ist aber auch wieder progressiv und kaum zu fassen, wenn dem Klampfer die Gesichtszüge zu entgleisen scheinen. Dabei tragen sie irgendwie dieses Lumpenfeeling aus den 70ern mit sich rum. Hätten die Hippies damals länger durchgehalten und weniger hirnfressende Drogen genommen (oder mehr, je nach Betrachtungsweise) dann hätte deren Ruf nach Liebe und Frieden so enden können. Würde mein persönlicher Geschmack wirklich eine Rolle spielen, dann liefe ich wohl weg, denn die Musik ist mir zu unstrukturiert (oder ich bin nicht in der Lage den roten Faden zu finden), zu kalt und beinhaltet kaum aha – Momente. Das Endprodukt dieser Sitzung ist eher was Experimentelles als Rockiges, nur ziemlich dreckig ist es, so wie so. Der Sound ist eher was für eine vollgerümpelte Garage und hat den Charme einer verdreckten und zugekackten Bauernscheune voller verhungerter und eingetrockneter Kleinnager. Dazu kommen immer wieder willkürliche noisige Vocals, nervige Feedbacks und elektronischer Langwellen - Nonsens, so dass hier eine vielleicht unfreiwilliger Liveattitüde entsteht. Macht alles nicht so wirklich Spaß, ist dafür ganz schön anstrengend und ich werde das quälende Gefühl nicht los, das Konzept (?) dieses Getöses zielt auf pure Improvisation ab. MOTHER EEL ist ganz bestimmt kein Massenprodukt und wird nur eine Hand voll zugeknallte Idealisten überzeugen können. Ich weiß ja nicht, wie das in ihrem Heimatland Australien aussieht, aber hier werden sie kaum Fuß fassen können, denn wir mögen keine Individualisten, so sind wir nicht erzogen (das ist Ironie!). Ihr könnt ja mal vorsichtig auf Hörweite ranbremsen: http://www.myspace.com/mothereel, lasst euch nicht gleich verschrecken, in meinem gestörten Musikverständnis hinterlässt die Band jedoch einen unfertigen Eindruck mit Restpostencharakter.
5/10

Monday, May 16, 2011

MÖRSER - 1. Class Suicide - Lp / 7 Degrees Records


Über die letzte MÖRSER Rille ist schon viel geschrieben worden, und selbst wenn mir gerade die Vinyl Version in den Ohren liegt, macht das keinen Unterschied. Also lest woanders nach! Ich erzähl lieber was über Mörser … im Sinne des profitablen Kriegshandwerkes. Ein Mörser ist ein Steilfeuergeschütz, das in seinen frühen Tagen rund und knubbelig war und dicke Dinger abgebratzt hat und heute, eher schlank und elegant in seiner Erscheinung, einen viel präziseren Tot bringt. Eine Tatsache, die der Industrie eigentlich nicht so recht sein dürfte, muss doch viel weniger Munition hergestellt werden. Der Mörser ist ein heterosexuelles Mordwerkzeug mit erotisierender Komponente, denn er ist ein Vorderlader. In den allermeisten Fällen jedenfalls, die Dicke Berta zum Beispiel war ein Hinterlader und der (oder die?) gewaltigste noch dazu. Da könnt ihr mal sehen, wie schräg und hormonell fremdgesteuert die Konstrukteure vor knapp 100 Jahren hinter ihrer gottesfürchtigen Frömmigkeit wirklich waren. Aber vielleicht wollten sie der dicken Berta auch nur unverfänglich und vereinzelt mal einen von hinten reinschieben. Aber die Zeiten der behäbigen und übergewichtigen Stahlkolosse ist seit dem Ende des impotenten, vegetarischen, ostmärkischen Postkartenmalers und frühen KPD Mitglieds (noch mehr Hinweise?) ein für alle mal vorbei. Der Nachfolger des klassischen Mörsers ist der Granatwerfer, bei dem das Geschoß schneller wieder zum Rohr rausfliegt als es eingeworfen wird, quasi der Karnickelfick unter den leichten Befriedungswerkzeugen moderner Friedenstruppen. Es gibt leichte, mittlere und schwere Mörser, so wie es leichte, mittlere und schwere Dachschäden gibt, bedingt durch, Sturm, Blitzschlag, Erosion, Taubenscheiße, Alkohol, Drogen, Ehefrauen und Mörser, womit sich der Kreis schließt. Ein Mörser ist kein Spielzeug, auch keine technische Meisterleistung, nichts zum liebhaben, das ist ein Ding das einfach nur Bum macht, und wer dabei zu nah dran war, dem fliegt die Grütze aus der Schale. Laut Wikiundsoweiter ist er eine Unterstützungswaffe, hab aber keinen Schimmer wobei er mich unterstützen könnte? Der fährt für mich nicht einkaufen, kümmert sich nicht um meinen Job und zur Hölle noch mal auf keinen Fall um meine Frau. Er verteuert mir lediglich auf Umwegen meine Tankfüllung. Ist nur ein schrecklich lautes und zerstörerisches Ding, das in seiner Urform auch noch sauschwer war. So, den Bogen zu der Band vom Anfang krieg ich jetzt nicht mehr hin, jedenfalls nicht ohne noch mehr Blödsinn zu schreiben, also belass ich es dabei. Bleibt festzustellen, MÖRSER auf Vinyl transportiert und verstaut sich leichter als der Pedant aus Stahl … nur mal so als kleine Kaufhilfe!
6/10

Friday, May 13, 2011

PAUCITIES / ATOMCK - Split 7 / 7 Degrees Records


Diese Split Erscheinung erinnert mich an einen epileptischen Anfall. Dabei sind PAUCITIES so was wie die häufig voran gehende Aura, in der der Betroffene ziemlich besoffen und desorientiert durch das Gehölz stakt und sich bereits auf den Weg in andere Sphären macht. Bedingt durch das was sich da anbahnt wird die Außenwelt als ziemlich wage, stumpf und auch behäbig empfunden. Die Realität verschwimmt völlig. So in etwa grinden PAUCITIES ihren Anteil auf schwarzem Vinyl, etwas derangiert und holprig mit leichtem Hang zur Verstandseinäscherung. Klingt wie der Versuch einer Talfahrt auf Skiern ohne Schnee, der Dreck und Schotter raspeln Kunststoff, Schuhsohlen und schließlich Haut von den Füßen, bis das Unternehmen in blutigen Schmerzen endet. PAUCITIES ist simpel und basslastig, etwas billig, auch unterhaltsam aber ehrlich gesagt nicht so wirklich dolle. Aber so eine Aura ist ja auch nur ein Vorbote, sozusagen das warm – up für den Auftritt des großen Neuronenkonzils. ATOMCK stellen den Grand Mal, den eigentlichen Anfall dar, der zu extremen Spasmen, abgebissenen Zungen, der Freisetzung ungeahnter Körperkräfte und dem massigen Schreddern von Gehirnzellen führt. Verantwortlich für dieses willkommene Desaster ist schick schräges Chaos mit coolen Riffs, mancherorts schwer nachvollziehbarem Songwriting, progressiven Tendenzen, hohem Tempo und Gesang der wenigstens zum Teil an Gewaltverherrlichung gegenüber Laubfröschen klingt. Diese Band hat definitiv das gewisse Etwas und tritt mit einem Fuß aus dem Schatten der gewöhnlichen Masse der Grind / Crust / Asselpunk - Kapaiken heraus. Da hilft nur, alles aus dem Weg räumen, woran der gerade Beanfallte sich verletzen könnte und abwarten wie lange das große Zittern dauert. Bei dem was da abgeht, gern auch länger. Die Kapazität einer 7er ist aber bekanntlich begrenzt und das Thema erübrigt sich von selbst, der Notgrinder muss nicht verständigt werden. Dafür bleibt diese durchgeknallte Audioperformance für längere Zeit im Ohr. ATOMCK sind ihrem Splitpartner qualitativ um Längen voraus. Möglicherweise liegt das aber auch nur daran, dass beide Bands ein solch unterschiedliches Musikverständnis haben und jeder für sich betrachtet genau da ist, wo er sein sollte. Wenn PAUCIUTIES der rote Faden sind, an dem wir uns gern entlang hangeln, der vertrauten Boden darstellt, dann sind PAUCITIES die Schere. Manchmal brauchen wir beides. Oder: PAUCITIES sind das Saufgelage am speckigen Stammtisch und ATOMCK die Kopfschmerzen, wie es euch am Besten gefällt!
7/10

KALI / ULTIMATE BLOWUP - Split 7" / 7 Degrees Records


Beide Bands führen einen transatlantischen Schulterschluss (inklusive Mittelpfütze) aus (Royal Canadian Mounted Police trifft Emniyet Genel Müdürlüğü, den türkischen Polizeiknüppel), stehen sich in ihrer Allianz musikalisch recht nah und zerstören skrupellos die morgendliche Idylle. Vorbei ist die Ruhe, als der Bär noch hinter den Busch kacken konnte, ohne dass der Jägersmann ihm eine auf den Pelz brennen wollte. Beide Bands drücken ohne zu zögern ab und veranlassen Mutter Natur zu panischem Fluchtverhalten, weil ihr ungehemmtes Hatecore / Powerviolence Schrotfeuer im Nacken sitzt. Schrammeliges Gitarrenwirrwarr, hektisches Durcheinandergebrüllkreischgeschrei, wenig Akkorde, viel Aussagekraft! Kurz und knapp, dafür gezielt, das scheint mir die Maxime im Aufeinandertreffen zweier Radau-, und Gewaltmobs. Tempo spielt eine große Rolle, gut umgesetzt in seinen beiden Versionen, eben jenen die bei solch (ab)gearteter Ruhestörung gerade noch als innovativer Kunstgriff statthaft sind, ganz schnell … oder eben nicht. Kehlen werden heiser, Muskeln und Nerven stehen unter dauerhafter Anspannung, Schweiß durchtränkt ausgewaschene T – Shirts, Kippen, Bier, Blut an Fingerknöcheln, der Geschmacksverzerrer bringt die eigenen Eltern dazu, das Erbe der Caritas zu spenden! Ihr erkennt euch dabei? , dann müsst ihr euch diese 7er angeln, kaufen, klauen oder selber malen. Auf jeden Fall lohnt sich der Erwerb für all jene, die Sonntags gern mit dem umgebauten Rasenmäher durch die Kleingartenkolonie knattern, Fahnenmasten und Hecken niederpflügen und gläsernes Alkoholleergut über den Zaun des piefigen Nachbarn donnern. Wenn ihr die innige Freundschaft zur Schrebersekte dann noch mit solcher Musik herausfordert, könnt ihr gar nicht mehr verlieren. Für mich persönlich haben KALI etwas die Nase vorn, da sie ziemlich nassforsch über meine Neuronenautobahn preschen und irgendwas dabei berührt (respektive zerstört) haben müssen, ich finde sie einfach einen Tick prägnanter, mit etwas mehr Biss. Aber generell stehen beide wie schon erwähnt Hand in Hand am Abgrund humanoider Dekadenz, werfen ihr Puzzleteilchen zur Vollendung des menschlichen Gesamtbildes, zur Abrundung terrestrischen Überflusses und Wahnsinns über die Klippe. Das Geschmetter wird euch unterhalten, wenn ihr nicht unbedingt Harmonie zum Frühstück braucht und gern auch mal mit Gewalt und Verderbtheit in den grauen Morgen startet. Freut euch auf die passende Mucke, dem Tag in den Arsch zu treten!
8/10

Thursday, May 5, 2011

GRAVEHILL - When All Roads Lead To Hell - Cd / Dark Descent Records


“When All Roads Lead To Hell” …? Wann soll das sein? Oder genauer, tun sie das nicht ohnehin schon. GRAVEHILL erzählen da nichts neues, machen quasi eher so was wie eine diabolische Inventur der globalen Situation, die sie musikalisch mit tiefschwarz gefärbtem Death / Thrash untermauern. Aus jeder Pore schwitzen die Blut, Hass, Nihilismus, Pessimismus, Menschenverachtung, Satanismus, Tod und weiteres gottabgewandtes blasphemisches Gedankengut. Würde die Musik nicht wie eine teuflische Abrissbirne durch Mark und Bein fahren, Feuer spucken und roten Lebenssaft vergießen, könnten die mir mit ihrer miesen Laune ganz schnell den Tag versauen. Die lassen den Himmel bluten, drücken mit ihrem weißglühenden Brandeisen ungläubigen Passanten drei schmerzhafte 6en auf den humanoiden Südpol und zocken ihre Mucke mit solch zeitloser Old School Inbrunst, dass ich die Anzeige wegen Störung der öffentlichen Ordnung wieder zurück gezogen habe. Wer bin ich denn, dass ich jemandes Überzeugung in Frage stelle. Dabei stechen sie mit alten Messern in empfindliche Stellen, überfallen ihre Opfer bekleidet mit schwarzem Leder und über und über nietenbehangen, drücken die Luftzufuhr ab und erweisen sich in ihren ganzen musikalischen Toben, absolut humor -, und kompromisslos. Angegrauter teutonischer Thrash Metal kommt genau so zum Tragen wie eine latente nordische Holzfällereinstellung und viel amerikanische Todesbleiverachtung. Auf das Faktum „erbauliche Abwechslung“ setzen sie dabei nur wenig, was einen monotonen Eindruck hinterlassen könnte, da wird eben zumeist auf die Tube gedrückt. Dabei erweisen sich diverse Tempoanker, die den Kahn auch mal aus der Spur bringen, als durchaus hilfreich, „Consumed By Rats“ zum Beispiel! Das ist für mich ohnehin das beste Stück einer auch sonst ganz gelungenen Scheibe. Das Riffing ist cool, das Tempo angenehm zum mitschwingen ohne das die Gefahr besteht, sich das Bier allzu schnell über die eigenen Füße zu kippen und die Bassspur hat echt Charisma. Ja und sonst, na ja, GRAVEHILL setzen auf klassische Konstruktionen mit gestaffelten Metal Solos und unkompliziertem Songaufbau. Dem Gehörnten wird’s gefallen, der bekommt so viele Klischees um den Ziegenbart geschmiert und wird über Gebühr hofiert. That´s Metal! Dass das sonnige Kalifornien so was verderbtes auskotzen kann, hätte ich allerdings nicht erwartet, aber die Band um Mike Abominator und Matt Harvey rudert scheinbar aus voller Überzeugung gegen den Strom aus goldgelben Orangen, weißen Stränden und knapp verhüllten Oberweiten. Die geben lieber Vollgas auf dem Highway zur Hölle, der am 20. Mai ohne Tempolimit zu befahren ist, mit schönem Gruß an den Sensenmann und 3,5 Promille auf der Lampe! Bis zum bitteren Ende dranbleiben lohnt sich übrigens, denn dann werdet ihr erleben, dass die Jungs auch in echter AC / DC Tradition zocken können! Anspieltipps: „Hell Metal Holocaust“, „Consumed By Rats“
8/10

Tuesday, May 3, 2011

MULTINATIONAL CORPORATIONS - Equality - Mcd


So, da haben sie ihn nun also … den Terrorpapst. Terrorpapst, so einen Scheiß lässt sich wahrlich nur die Presse einfallen, dabei ist das eine Beleidigung für alle Vitos´ dieser Welt. Und dann will man uns allen Ernstes erzählen, ein ominöses Konglomerat diverser Geheimdienste hätte ihn jetzt einfach so aufgespürt und umgepustet, nachdem 10 Jahre lang nicht mal ein Fitzchelchen seiner Unterbüchse aufzutreiben war. Da kommt doch das mit dem Klammerbeutel und dem pudern ins Spiel. Ich habe da ja meine eigene Theorie; MULTINATIONAL CORPORATIONS! Das ist keine groß angelegte verdeckte Operation der Achse des Guten, respektive des menschenliebenden Kapitalisten (oder doch?) sondern tatsächlich eine Gindcoreband aus Pakistan die gerade ihr erstes Demo „Equality“ verramscht. Im lokalen Umfeld tun sie das in Form von Postwurfsendungen, sogenannte Briefbomben. Und eine davon ist Bin an den Laden gedonnert. In Erwartung einer verschlüsselten Botschaft seines Netzwerkes hat er das Ding ausgewickelt und in seine Bose Anlage gesteckt. Was dabei raus kam war aber nicht die Einkaufsliste für Lammragout, die den Sonntag verschönern sollte, sondern erschreckend profaner Lärm mit minimalistischem Kampfeinsatz und fehlender Felderfahrung. Da hat´s den Rauschebart vor Schreck in den Sessel gedrückt. Wie sich westliche Dekadenz und ungläubiges Gedankengut in seiner Nachbarschaft verbeißen kann wie hungrige Zecken in verschwitzten Genitalien war ihm rätselhaft. Dabei sind die Texte wohl auch recht kritisch, aber bei so viel Gegrunze, sind die gutgemeinten Inhalte wohl nicht bis zu ihm durchgedrungen. Und mal ehrlich, da kannst du eine Tonne Zucker über Elefantenscheiße kippen und die Basis kaschieren, Scheiße bleibt es trotzdem. Die Musik ist wirklich zu billig vor allem hinsichtlich der lyrischen Absichten. Viel Geschrammel, wenig brauchbare Akkorde, eigentlich kaum verwertbares, einzig eine nette Punkattitüde mit beschissenem Sound. Exotenbonus abgreifen? Geht fort, nicht wenn unterm Strich nicht mehr als eine pessimistische Spaßbremse rauskommt. Das blöde Gedödel besteht mehr aus sprachgesampelter Antipropaganda als aus der Bemühung Musik zu machen. Dass der Terrorfürst davon geschockt und massiv abgelenkt war, und eine Horde kaugummiknatschender Amis in seinem Winntergarten unbehelligt seine Mohnrabatten zertrampeln konnten, ihm zur Krönung die Birne gen Mekka blasen konnte, sollte daher nicht verwundern. So ist eine einheimische Grindcorebande dafür verantwortlich, dass er als Märtyrer in den Himmel aufgefahren ist und mit 72 Jungfrauen belohnt wird … aber mal unter uns Männern, 72 Jungfrauen … wer soll die denn verkraften, dafür hat doch keine normaler Schwanzträger die Nerven. Bleibt mir als Fazit nur zu sagen, MULTINATIONAL CORPORATIONS haben da jemand einen ganz schönen Bärendienst erwiesen. http://www.facebook.com/multinationalcorporationspakistan
4/10