Thursday, August 26, 2010

THE AUTUMN OFFERING - The Autumn Offering - Cd / Victory Records


Seltsamer Bandname, was soll das sein, kommt das postwendend nach summer – sale, sind die günstiger oder attraktiver wenn die Blätter braun und die Sonnenstunden rar werden? Wollen die uns suggerieren, dass sie unsere Herbstdepressionen zu Vorzugspreisen abnehmen und mit aggressiver Musik Selbstmordgedanken vertreiben? Wenn das mal gut geht. Entstanden aus einer Collegeband kommen die seltsamen Amerikaner heuer mit ihrem bereits 5. Album um den Block. Dabei erscheinen sie mir wie eine Gelddruckmaschine mit zu gut geschmiertem Getriebe, erschien das letzte Album doch erst im Vorjahr. Das bedeutet entweder, die haben ausreichend Zeit oder viel Kreativität, im besten Falle beides. Und auch auf dieser selbst betitelten Scheibe passiert so einiges, mischt sich doch Metalcore ganz angenehm mit Melodic Death Metal, hohem Tempo und kitschfreier Verspieltheit. Gute Technik, schicke Solis und schnittige Riffs machen einen flotten, positiven Eindruck. Dabei fallen die rohen Growls des Fronters angenehm auf. Ebenfalls gut zu Gesicht steht das sehr dezent eingesetzte Keyboard, das lediglich eine etwas morbide aber auch künstlich aufgesetzte Atmosphäre garantieren soll. Weniger gelungen sind die teils cleanen Vocals, vor allem aber die aufgezapften Chorus Gesänge, die nicht so wirklich homogen klingen und somit gar nicht zu den ansonsten guten Songs passen wollen. Soll wohl für Abwechslung und open - minded Attitüde sorgen, von mir aus sollen sie nur. Musikalisch passen sie ins Raster von Victory Records und wer das Label kennt, weis was er zu erwarten hat, staubfreien, frischen und modernen Metal, dessen Essenz weder Lederkutte noch lange Matte sind, beides aber auch nicht missachtet. Stückchenweise erinnert mich das hier auch an ILLDISPOSED, nur sind THE AUTUMN OFFERING bei weitem nicht so cool und abgeklärt. 11 nicht durchweg umwerfende aber trotzdem gute Songs später bleibt nunmehr auch nach 5 Alben ein über weite Strecken überzeugender akustischer Auftritt haften.
7/10

Tuesday, August 24, 2010

NOCTIS IMPERIUM Nihil Cd / Abyss Records


Zumindest Kenner der Band (so viele werden es nicht sein, kommt die Schwadron doch zum größten Teil aus Venezuela) dürften verständlicherweise angepisst sein, wurden doch beinahe alle Stücke dieser Cd schon mal veröffentlicht und erfüllen so den Tatbestand der Überflüssigkeit. Wenigstens musikalisch enttäuscht die Band aus der Bananenrepublik nicht, prügeln sie doch Songs a la Morbid Angel mit Black Metal - Touch und amtlichen Sound runter. Ist handwerklich gut umgesetzt, wenn auch nicht wirklich aufregend. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Schlagzeug, das für göttlichen Blastbeatwirbel sorgt. Hinter der Schießbude verbirgt sich aber auch kein Unbekannter. Namentlich Nick Barker (DIMMU BORGIR, TESTAMENT, ATROCITY…), und der Bruder drückt der Band unweigerlich seinen Stempel auf, lupft das Unternehmen „Schwarzer Urwald“ ein Stück über Mittelmäßigkeit. Obwohl ich mich fragen muss, ob er sein Können da nicht etwas verschwendet, soll das vielleicht Aufbauhilfe sein? Und wie haben die den überhaupt da runter gelockt? Egal, der Musik tut es gut. Neben eigenen Songs covern NOCTIS IMPERIUM , wen erstaunt´s , „Maze of Torment“ von den morbiden Engeln. Und das gar nicht mal so dumm. Dazu gibt es am Ende noch zwei gut produzierte Livesongs. Genau genommen sind die nicht nötig gewesen, so kann aber wenigstens die Spielzeit etwas aufgepolstert werden. Mich beschleicht das Gefühl, trotz guten Metals einer Mogelpackung aufgesessen zu sein. Aber das will ich nun nicht unbedingt abstrafen, denn wer die Band noch nicht kennt, guten amerikanischen Death Metal gepaart mit skandinavischem Schwarztod und einigen Thrash Akkorden mag, dem werden die Qualitäten dieser Tropenrabauken sicher gut gefallen. Albern ist natürlich wieder mal das Image der Höllenkrieger mit unheiliger Mission das gesamte Christentum auszurotten. Ich hoffe die nehmen sich selbst nicht zu Ernst, das verdirbt bloß den Spaß überwiegend überzeugender Mucke auf angenehmem technischem Niveau. 6/10

Monday, August 23, 2010

WITHIN THE RUINS Invade Cd / Victory Records


Musik wie sie WITHIN THE RUINS verbreiten erhebt sich auf eine Bewusstseinsebene die die normaler Sterblicher weit überschreitet, sich aus dem Meer des Chaos befreit, wo die natürliche Ordnung des Metal bedeutet, das nichts ist wie es einst war. WITHIN THE RUINS erscheinen mir wie die Könige der Breaks, die stehen so unter Strom, dass es ihnen unmöglich ist, ein Riff einfach mal durchzuspielen. Da frickeln die lieber, ändern die Richtung alle paar Sekunden und lassen aus ihrer Hardcore Hose fett und selbstbewusst die Eier raushängen. Ganz sicher ist das Album nicht leicht zu konsumieren, ist was für Leute die auf komplizierte Arrangements mit melodischen Ausflügen stehen und sich mit der eigentlich direkten Art des Metal nur noch langweilen. „Invade“ ist ein technischer Overkill, der so manchen Nerv abverlangt. Mathcore gemixt mit anspruchsvollen Death Metal Klängen, das dürfte als Beschreibung wohl noch am ehesten passen. Oder ich will´s mal so sagen, wer früher den Matheunterricht lieber geschwänzt hat, weil er mit dem abstrakten Quatsch auf Kriegsfuß stand, der muss sich die Cd hier erst gar nicht kaufen. Jene aber die schon als Knirpse zu Matheolympiaden gefahren sind und eine Woche vorher nicht schlafen konnten, denen sei solche Musik gewidmet. Natürlich nur im übertragenen Sinne. Ich muss gestehen, die Umsetzung so komplizierter Strukturen ist beeindruckend, über die Gesamtdauer der Scheibe ist die Musik aber für die Masse sicher zu anstrengend. Nicht dass ich hier jemanden unterschätze, aber das ist einfach ein unumstößlicher Fakt. „Invade“ hat wenig echtes Hitpotential, dafür ist es einfach zu kompliziert und wenig eingängig, kann dafür aber mit Anspruch punkten, satte Beatdowns auf den Asphalt knallen und lässt den Hörer ob der technischen Finessen staunen. Das ist und kann definitiv kein massenkompatibles Album sein…noch nicht. 8/10

Saturday, August 21, 2010

DOMINATION THROUGH IMPURITY Masochist Cd / Epitome Prod.


Ganze 5 Jahre haben die beiden Ausnahmemusiker Joe Payne und Jordan Varela gebraucht um einen Nachfolger zu ihrem beeindruckenden Erstling „Essence Of Brutality“ einzutrommeln. Und heraus gekommen ist ein nicht weniger komplexes Werk, das vor technischer Meisterleistungen nur so strotzt. Der Begriff Brutal Death Metal wird auch hier wieder nur am Rande greifen, stecken die Songs doch voller progressiver Disharmonien und Breaks, ohne auf cooler Riffs, einige Slamparts und echten Nackenbrechercharakter zu verzichten. Die ganze Cd ist ein wahrer Könner, wenn es um stilvolle Tempoeskapaden und abrupte Richtungswechsel geht. Das macht sie sicher nicht leicht verdaulich, für anspruchsvollere Geister aber umso interessanter. Definitiv können sich die Beiden hier austoben und verbraten was ihnen in ihren zahlreichen anderen Bands nicht vergönnt ist. So erscheint mir DOMINATION THROUGH IMPURITY wie ein Testlabor, in dem 2 hyperaktive Wissenschaftler die Experimente ihres Lebens fabrizieren und dabei ihre Außenwelt nur noch vom Hörensagen kennen. Das Album ist aufgrund seiner Dichte, des komplexen Songwritings und der über alle Maßen erhabenen überdurchschnittlichen Beherrschung sämtlicher Instrumente gegen irdische Kritiken gefeit. Das Teil spielt euch schwindlig, ohne Scheiß! Jordan Varela, der schon für LIVIDITY, LUST OF DECAY und zahlreiche andere trommelte wächst ein weiteres mal über sich hinaus, beherrscht die Doublebass genau so sicher und präzise wie den Rest seiner Schießbude und donnert somit die meisten populären Drummer an die Wand. Und Joe Payne ( DIVINE HERESY, NILE…), säbelt Riffs und Solis in wahnwitzigen Tempo herunter, die nur so vor unglaublichen Fingerkrämpfen strotzen. Und trotz dessen überwiegt hier keine arrogante Selbstsicherheit, sondern jeder Song drischt trocken und schmerzhaft in die Magengrube. Zwei echte Talente mit einem genialen Werk, mehr bedarf es nicht…und mehr ist auch bald nicht möglich. „Masochist“ ist ein echtes Ausnahmealbum in Punkto Wollen und Können! 10/10

Thursday, August 19, 2010

KROZUS Discipline Of Hate Cd / AFN Records


Die ersten Töne des Titeltracks erinnern mich sofort an die guten alten Bay Area Zeiten, insbesondere an NUCLEAR ASSAULT. Wahnwitzig schneller Thrash Metal mit entsprechenden Vocals und coolen Riffs und Solis. Alles nicht zu kompliziert und trotzdem vielschichtig. Der Akzent des Sängers (sind Brasilianer) ist etwas holprig, aber eher sympathisch witzig als störend und fällt schon bald nicht mehr auf. Ab dem 2. Song wird dann die eigentliche Marschrichtung des Albums festgelegt und das heißt 100 Prozent Slayer mit allem was dazu gehört. Gitarre, Schlagzeug, Songwriting, Stimmfärbung und die Art zu singen. Beinahe jedes der folgenden Stücke hätte auch auf einem Klassiker wie „South Of Heaven“ stehen können. Allein die Gitarrenriffs haben mehr von Slayer als die Götter das heuer noch bewerkstelligen können…na ja, nicht wirklich. Fest steht aber, das KROZUS quasi durch die Metalschule des göttlichen Olymp gegangen sind und in allen Fächern sehr genau aufgepasst haben. Die Songs fliegen dem Hörer mit ungebremster Aggression entgegen, sägen markant an Nervensträngen, vieles hat hohen Wiedererkennungswert. Auch deshalb, weil so einiges eben altvertraut erscheint. Zieht euch nur „Slavery“ rein, näher ran an die Meister des Thrash geht nicht. Zudem pfeifen überall kurze, perfide Soli zwischen den Riffs hervor, die dem Gesamtbild die passende Note geben. Gut, so hyperschnell und technisch ausgefeilt wie beim Original sind sie nicht, aber immer noch weit über gewohntem Standard. Und das sollten sie auch, wo sie doch zumindest Karrierebegleiter von Slayer sind und genau so lange im Geschäft. Nur eben nicht so erfolgreich, kommt halt immer drauf an im welchem Haus das Kinderbett steht. Krozus bestätigen sich jedenfalls mit diesem Album selbst, jeder Ton ist Tribut an eine lange Karriere und versprüht viel Charme. „Discipline of Hate“ überzeugt auf allen Bahnen, die Erfahrung von 27 Jahren im Geschäft ist nicht zu überhören. Einzig eine Spur mehr eigene Identität wäre zu wünschen. Ein Plagiat ist das Album aber sicher nicht, eher eine Reminiszenz an die Musik, die sie lieben.
8/10

Wednesday, August 18, 2010

THE MONOLITH DEATHCULT The White Crematorium 2.0 Cd / Epitome Prod.


Dieses Album der strittigen Holländer ist gute 5 Jahre alt, im Lauf dieses Jahres in unseren Breiten noch mal über Twilight veröffentlicht worden und kommt jetzt in den Staaten via Epitome Prod. auf die Amis hernieder. Wozu das Re – Release taugt, erschließt sich mir bisher nicht, denn bis auf einen Remix – Song und ein paar mp3 Stücke die allesamt nicht neu, also kaum exklusiv sind, bietet der Aufguss keinen zusätzlichen Reiz. Gut, für jene die das Album noch nicht besitzen geht das in Ordnung, wenngleich der Kauf des aktuelleren Albums „Triumvirate“ lohnenswerter ist, da sich der wuchtige und prägnante Death Metal beträchtlich weiter entwickelt hat und die letzte Cd viel bessere Stücke enthält. Die Musik auf „The White Crematorium“ ist dadurch nicht schlechter, nein auch hier werden satte Riffs geritten, brutale Brocken ausgespuckt und mit dezenten Keyboards gearbeitet. Das Tempo ist hoch, die Drums wirbeln jede Nummer auf wie ein Mixer den Rührkuchenteig und das gesunde Gespür für sauberes Songwriting zeichnet sich hier schon deutlich ab. Lyrisch kontrovers sind sie ebenfalls, spielen auch so ein bisschen mit Image und Klischees und rücken nicht so richtig raus, worin dabei der Spaß liegt. Auf jeden Fall dreht sich vieles um Imperien und Diktatoren, Blut und Gewalt. Ob die es bei ihren Kriegsgeschichten mit der echten Geschichte immer so genau nehmen, bleibt fraglich. Mir geht zum Beispiel nicht auf, was Fürnberg´s kommunistischer Liedtext über die Partei, die immer Recht hat mit einem Song über Wotanskrieger in der russischen Tundra, die den „Ivan“ in die Knie zwingt zu tun hat. Auch ideologisch könnte man sie leicht in die braune Ecke stellen, aber da sollte jeder genau auf die Texte achten, die widersprechen dem Image, wenn sie auch nicht wirklich distanziert sind, entkräften aber den Vorwurf von braunem Müll. Im Endeffekt glaube ich, dass die Band es gern drauf anlegt und gern protzig posiert aber vorrangig gute Musik macht. Die ist unbestritten schon auf diesem Album qualitativ ansprechend, klingt hier mal nach NILE, dort mal etwas BOLT THROWER. Generell kommen aber zumeist eigene Innovationen durch und dann dürfen die von mir aus auch mal auf den Putz hauen. 7/10

Sunday, August 15, 2010

VALEFOR Screams Of Suicide Cd / Extreminal Prod.


Mickeymausscheiße! Da wartest du und wartest und denkst das ist alles nur Spaß, irgendwann wird die Musik schon anfangen, aber Pustekuchen. Dieser halbgare Blödsinn soll Black Metal sein, aber jede ernsthafte Black Metal Band würde Unsinn wie diesen in die 7 Feuer der Hölle verdammen. Beginnend mit dem Gesang, den ich so noch nie gehört habe ist das komplette Werk weniger wert als Hundeexkremente unter Hauspantoffeln, ein einziger stinkendes Ärgernis. Was hier an vokalen Qiekerein angeboten wird klingt nach Alu in Afghanistan mit Angst vor Mischgemüse /(Elsterglanz). Muss nicht jeder verstehen, soll aber bedeuten es quiekt wie ein aufgeblasener Laubfrosch, dem die Luft zum Arsch herausfährt. Rein musikalisch wird der peinliche Mist von einer Gitarre begleitet, die sich vor lauter depressiver, Selbstmitleid – heuchelnder Belanglosigkeit nach dem ersten Akkord den Gnadenschuss verpassen sollte. Alles nur lalala im Schlafwagentempo, wie ein dauerbekiffter Kampfhundtrainer dessen Köter an Margeriten schnuppern. Und das Getrommel erst, dass hätte ein Vorschulkind mit ausgeprägtem Ödipuskomplex auf dem Wäschebrett interessanter hingekriegt. Verbrochen hat dieses Machwerk eine Einzelperson die ich hier nicht nennen möchte, da so ein Blödsinn keine Popularität verdient. Aber allein die Tatsache, dass es nur einer war erscheint logisch, denn in Gruppentherapie kann das nicht entstanden sein, da hätten die anderen Insassen sofort zu angefeilten Plastiklöffeln gegriffen und dem verbrecherischen Treiben ein Ende gesetzt. Mal ganz ehrlich, ich glaube nicht dass diese Scheibe ernst gemeint ist, muss doch irgendein Comedy Gag sein. Richtige Lieder sind auf „Screams Of Suicide“ nicht zu finden, da bettelt eher jemand darum geteert, gefedert und verkehrt herum aufgehängt zu werden. Ich vergebe einen Punkt, da es Laune machen könnte beim Pinkeln das Loch in der Mitte der Cd zu treffen.
1/10

Thursday, August 12, 2010

PERSUADED Unconcerned Behavior Mcd / Extrerminal Prod.


Anstellen, durchlaufen lassen, abhaken. 4 mal Radau und nichts hängen geblieben, auch keinen plausiblen Grund gefunden noch mal von vorn anzufangen. Trotz guter Ansätze, macht dieses recht frische türkische Trio auf Grund seiner Austauschbarkeit einen langweiligen Eindruck. Die Gitarre ist beinahe zum Einpennen, da es an Tempo und Ideen fehlt. Der Gesang passt häufig nicht zum Instrumentarium und die groovigen Hardcoreansätze und Beatdowns im Songwriting werden von schnödem Proberaummief erstickt. Das mag alles etwas dick aufgetragen sein, aber bei der schieren Anzahl an Veröffentlichungen muss sich eine Band schon wesentlich mehr einfallen lassen um jemanden hinter dem Ofen vor zu locken, quasi mehr Leute begeistern als die Kumpels die zu den Shows kommen, weil es Freibier gibt. Die 4 Stücke diese Ep versuchen offensichtlich mit versuchsweise schwergewichtigen Kompositionen und einer zackigen modernen Metalschiene zu punkten. Dabei wäre es wichtiger rein akustisch mal richtig in den Arsch zu treten. Das hier ist weder brutal noch innovativ und schon gar nicht überzeugend, ganz im Gegenteil hört sich jedes Riff an als würde der Gitarrist mit gebrochenen Fingern spielen, den Takt nicht halten können, einfach viel zu langsam an den Seiten zupfen. Das ist mehr üben als frei zu zocken. Von Death Metal hat das letztendlich gar nichts, obwohl es laut Musiker genau das sein soll. Nein, hier passt einfach noch zu wenig zusammen um mit den vielen anderen Bands auf diesem schlampigen Planeten mithalten zu können. Ich hoffe nur die übersetzen meinen Scheiß jetzt nicht und hetzen mir den Ajatollah oder eine andere Rübennase auf den Hals. Aber wenn sie mal ganz tief in sich reinhören und ehrlich zu sich selbst sind, dann wissen sie dass sie noch viel Pellets futtern müssen, bis sie groß und stark sind. Sorry…wofür eigentlich. Pluspunkte gibt es für den Sound und die dicke Hose mit so was aus dem Hinterhof zu kommen. 3/10

Tuesday, August 10, 2010

BRUTALCORE / GORE OBSESSED 2 Bone Chilling Shockers Split Cd/ Extreminal Prod.


Die Türken von BRUTALCORE hatte ich vor einiger Zeit schon mal hier und wesentlich besser oder schlechter sind die nicht geworden. Pech oder Glück, kommt lediglich auf die Betrachtungsweise an. Musikalisch gibt es immer noch gepfefferten Death Metal der gesanglich an das Kötergebell von CRYPTOPSY erinnert, vom Instrumentarium her jedoch wesentlich simpler gestrickt ist. Die Songs rauschen mit hoher Geschwindigkeit und viel zu sauberen und hellen Sound vorbei ohne einen echten Eindruck zu hinterlassen. „Dead And Buried“von MORTICIAN wird gecovert, das zum einen kaum wieder zu erkennen ist und zum anderen so rein gar nicht zu der Musik von BRUTALCORE passt. Wer aber auf CANNIBAL CORPSE und MALEVOLENT CREATION steht, der darf gern mal reinschnuppern, erwartet aber nichts Besonderes. Leider enttäuscht mich der Part von GORE OBSESSED diesmal auch etwas. Die Musik ist einfach zu gewöhnlich und dem Schlagzeug hört man tatsächlich seine computoreske Herkunft an, die Programmierung ist einfach fade und der Sound zu synthetisch. Irgendwie hat der niederländische Ein – Mann - Gorefetischist diesmal auch einen Hauch schwarzer Bedeutungslosigkeiten einfließen lassen. So ist diese Handvoll neuer Stücke das schwächste Release eines sonst vollkommen überzeugenden Musikers. Na ja, wenigstens ist seine Version von MORTICIAN (Slaughterhouse) halbwegs angemessen. Trotzdem ist mir nicht ganz klar, was den Bruder geritten hat so durchschnittliche Stücke zu schreiben, wo er doch schon längst bewiesen hat, dass es um Meilen besser geht. Für Old School Death Metal Fans mit Hang zu Horror und Gorestories und nicht allzu hohen Ansprüchen lohnt sich das Gepelze vielleicht noch, ansonsten würde ich davon eher die Finger lassen, denn solche Cd´s gibt es zu Hauf und müssen nicht zwingend die Sammlung verstopfen. Rühren und Abtreten, beim nächsten mal erbitte ich mir mehr Feuer im Arsch und die dazu führenden Innovationen! 4/10

Monday, August 9, 2010

ADVERSARIAL All Idols Fall Before The Hammer Cd / Dark Descent


Blackened Death Metal, aha. Für mich klingt das eher nach brutalem Hochgeschindigkeitsgebolze mit allerhöchstens schwarzer Seele. Vom Gaspedal rücken die kaum mal ab, prügeln sich die Eier aus der Hose und erinnern mich auf Grund mehrerer Dinge an BRODEQUIN. Zum einen wäre da die Stimme, die häufig wie ein Staubsauger aus dem Hintergrund kommt und in einer permanenten Geräuschkulisse aus Snare und Gitarre verschluckt wird. Zum anderen eben jener Snare Sound den die Folterfetischisten auch hatten, der klingt genau so brutal und schlecht produziert. Man muss schon genau hinhören um festzustellen, dass so ein Schlagzeug aus mehreren Teilen besteht auf denen man sich austoben kann. Aber auch der Gitarrensound selbst ist nicht so knorke, wird von der Snare einfach kaputtgekloppt. Das Ergebnis ist ein roher und unfeiner Klumpen musikalischen Hackfleisches, der klingt als wäre er in einer Tiefgarage unter Aufsicht des Gehörnten persönlich verbrochen worden. Die schwarzen Anwandlungen und so etwas wie Atmosphäre und ansprechendes Songwriting kommen nur durch, wenn sich die Band etwas zurück nimmt, wie etwa in „In A Night Of Endless Pain…“ Durch eben jene muss der Hörer gezwungenermaßen mehrfach und geduldig durch, um Gefallen an solchem Gebretter zu empfinden. Wer sich die Zeit nimmt, den miesen Soundteppich ignoriert und genau hinhört, der wird nämlich mit einigen guten Riffs und treffsicheren Arrangements belohnt die sich hinter einer Wand aus Radau und Rauschen verstecken. Zumindest bemüht sich hier ein amtlich kranker Gitarrist dem primär nach Geschrammel duftenden Machwerk eine eigene Identität und etwas Struktur mitzugeben. Gelingt ihm wohl auch ganz gut. Genau betrachtet ist das Debütalbum der Kanadier aber eher einem Massencrash auf der Autobahn gleichzusetzen als wahrer musikalischer Herausforderung. Wer trotzdem noch ein brutales Gewaltorchester benötigt, bitteschön hier ist eins! Für eine deftige Kelle Lärm reicht das allemal!5/10

Sunday, August 8, 2010

HERETIC SOUL Born Into This Plague Cd / Rotting Corpse Records


Das Album erschien schon Anfang des Jahres, ist es aber wert einiges an Aufmerksamkeit zu erhaschen. „Born Into This Plague“ steht für eine moderne variationsreiche Death Metal Schiene mit gebührendem Blick auf eine zurückliegende Metalperiode. Beinahe jeder Song hat seine eigene Identität mit neuen Facetten. Zusammengenommen glaubt man schnell sich irgendwo zwischen SLAYER, SEPULTURA und MORBID ANGEL über BOLT THROWER bis KATAKLYSM zu befinden. Da wird mal geblastet, dann wieder in schwartigem Midtempo gewalzt( Suffering From Existence). Es gibt Breakdowns und schnittige Thrash Metal Riffs (Life Becomes Our Grave), hier aggressive Melodien (Twenty One Grams) oder peitschende brutale Obertöne(The Truth Dwells In Your Head), dort Grooveattacken (Faceless) dass es nur so spladattert, Ab und an sogar schwarze Arrangements mit getragenen atmosphärischen Kompositionen und Doublebass (Beyond Hatered). HERETIC SOUL haben also den besten Köchen der Welt in die Töpfe geguckt und ihr eigenes Menü zusammengeklaut. Na gut, dass ist ein hartes Wort, denn es kommt ja wohl immer auf die Umsetzung und eher weniger auf die Quelle an. Und das es die Brüder raus haben ist kaum zu überhören. Deren technisches Spiel und das Know How aus verschiedensten häufig auch unterschiedlichen Themen ein eigenes musikalisches Komprimat herzustellen sind kaum anfechtbar. Es wäre einfach schade wenn das Debütalbum dieser jungen türkischen Band untergeht. Bestimmt gibt es an vielen Stellen noch Nachbesserungsbedarf aber das Niveau das die hier an den Tag legen ist mehr als beachtenswert. Der Sound stimmt, der maschinell wirkende Doublebass macht dem menschlichen Gegner schwer zu schaffen und im Allgemeinen wird man den Eindruck nicht los und Dauerbeschuss einer Katjuschabatterie zu liegen. „Born Into this Plague“ ist eine Stahlwalze die ihr honorieren solltet! 8/10

Saturday, August 7, 2010

GORE OBSESSED Last Cannibal World Mcd


GORE OBSESSED gehört wohl zu den aktivsten Ein - Mann Combos überhaupt. Zudem hält der Bruder die Fahne in Punkto Qualität beständig hoch. Das was dem Niederländer hier aus Hirn und Fingern sprudelt ist kruder und zielgenauer Horror – Metal, der seine Vorbilder bei diversen Old School Death / Grind Bands sucht. Die Riffs sind simpel aber effektiv und prägnant, der Drumcomputer stürmt in ungebremster Orkanstärke aus dem Hintergrund über das Instrumentarium her und klingt dabei noch erfreulich homogen. Die Musik an sich ist ziemlich primitiv und schnörkelfrei geschrieben, selbiges macht das perfekt strukturierte Getöse aber ausgesprochen reizvoll. Handwerklich sind wie gewohnt keine Feinheiten zu erwarten, weder gibt es japsende Soli noch anspruchsvolle Technik. Das ist bei dieser Art geradlinigem Gemetzel auch gar nicht nötig, der Zug kommt auch ohne Verschiebebahnhof mit gefühlter 1 Million Weichen an sein Ziel. Inhaltlich, na ja, liegt wohl auf der Hand, Klischees werden ausgereizt, der Spaß kommt nicht zu kurz und generell steht der Kerl hörbar auch 80er Expolationstreifen mit reichlich Blut, Gedärm und Titten. Ist ja auch nicht das schlechteste, wenn nicht gerade Schwiegermutter zum Sonntagskaffee belästigt. „Last Cannibal World“ ist stilistisch wie inhaltlich eine kleiner, leider viel zu kurzer Sprung ins Zeitalter der europäischen Gore and Blood Filme ohne visuelle Effekte. Die Handvoll kurzer Songs sind unterhaltsam, brutal und gehen ungezügelt auf die Zwölf. Also eigentlich ist bei GORE OBSESSED alles beim alten, wie gesagt qualitativ immer über der Hochwasserkante und unbestritten besser als das Gros der einsamen Metal Barden heutiger Tage. Denn im Gegensatz zu denen ist Justin (der Mann hinter den Schweinereien) problemlos in der Lage das umzusetzen was er sich vorstellt. Dieser Eindruck wird zumindest vermittelt, wenn GORE OBSESSED aus den Boxen blutet. Ach ja, Sound ist auch angenehm druckvoll. Die Mcd und diverse weitere Veröffentlichungen gibt es als legalen
Download hier: http://www.myspace.com/goreobsessedmetal
8/10

Thursday, August 5, 2010

SUMA Ashes Cd / Speakerphone Records / Regain Records


Ja zur Hölle noch mal, dieses schwedische Schwergewicht spielt als wollte es einen Krieg vom Zaun brechen und keiner traut sich mehr auf die Straße. SUMA stehen für unaufhaltsame Brachialität, zumindest was den eigenen beackerten Doom – Sektor angeht. Außerhalb dessen wird es schwer, weil schwer verdaulich für ungewohnte Mägen. Was sehr gut gefällt, ist, dass wir es nicht mit zu zähen und langweiligen Nummern zu tun bekommen, sonder trotz aller Behäbigkeit und einiger unvermeidlicher Längen das Gesamtkonstrukt unglaublich schwer und heavy klingt. Dabei kommt eine tiefe satte Gitarren gepaart mit akustischem Gezupfe genau so interessant rüber wie der rare und tatsächlich irgendwie leidend und anklagend klingende Gesang. Der hört sich manchmal an, als würde eine unter Valium stehende Bahnhofsaufsicht dem Lokführer einer ausfahrenden Dampflok hinter her rufen, dass er seine Butterbrote vergessen hat. Und das in der Gewissheit, dass der weder was hört noch anhält. Der Kerl hinterlässt mit seiner Stimme einen verzweifelten aber durchaus zur Musik passenden Eindruck. Fest steht, dass depressiven Geistern diese Scheibe nicht zu empfehlen ist, da das dann unter Umständen auch die Letzte sein könnte. „Ashes“ besteht aus lediglich 5 Songs, die aber auf Grund ihrer Länge, dem Genre entsprechend, die Rille gut füllen und eine Wand aus Stahl in das Gelände stellen, die unüberwindlich scheint. Ein unglaublich Nerven zehrendes Stück und bestes Beispiel dafür ist „Justice“, das sich bildlich in etwa folgendermaßen beschreiben lässt. Ein durchgefrorener Frontkämpfer blickt verschlafen aus seinem Schützengraben über die vereiste und stille Steppe und sieht den Horizont zahllose Schemen von tonnenschweren Panzern ausgefüllt. Der einzig relevante Gedanke dürfte sein, „Scheiße, heute löffle ich zum letzten Mal Wassersuppe!“ Das voran gehende „Orissa“ scheint dabei so was wie der frostige Sonnenaufgang, die grausige Ouvertüre sein. Ich kann dabei nur viel Vergnügen wünschen, denn SUMA ist ein Massaker mit Ansage, der Hörer wird nicht mit Vollgas überfahren sondern im imaginären Rückwärtsgang auf der Bremse erdrückt!
8/10

Tuesday, August 3, 2010

GRAVE Burial Ground Cd / Regain Records


Mal ehrlich, was wollt ihr über und von GRAVE hören, was soll ich euch eigentlich erzählen. Fakt ist doch eins, wenn vorn GRAVE drauf steht, kommt hinten nicht Epica und Iron Maiden raus. Den Herren ist es natürlich auch diesmal gelungen, eine typische Hausmarke zu setzen, sich stilistisch treu zu bleiben ohne eine fade Selbstkopie abzuliefern. Sicher ist dabei nicht alles gnadenlos brutal und überzeugend, diese Scheibe wird die Szene nicht revolutionieren, aber wer selbige schon als Baby in der Wiege geschaukelt hat, darf die Arbeit jetzt anderen überlassen und sich dem widmen was Spaß macht. Und das scheint mir nur eins zu sein, roh und unprätentiös auf die Felle zu prügeln. Bei all den technischen, progressiven und modernen Auswüchsen im Death Metal müssen sie trotzdem noch keine Angst haben, fossiler Versteinerung und Stagnation anheim zu fallen. Der Sound ist angenehm schwer, die Arrangements stimmen, die Musik unaufgeregt präzise und eindeutig schwedisch. GRAVE bauen auf diversen Alben immer mal eine etwas veränderte musikalische Variante von sich selbst, aber der Grundtenor ist halt immer der Selbe und sofort zu erkennen. Burial Ground kann da einfach keine Ausnahme spielen. Allein der überaus gelungene Titeltack zeigt GRAVE´s Hang zu Doom Metal, „Outcast“ prügelt und hetzt seine Opfer gnadenlos schnell um den Block, und Midtemponummern bevölkern die Cd wie Mäuse Speisekammern (ich übertreibe). Trotzdem ist jede Note, jeder Anschlag 100 Prozent GRAVE. Manchmal knallt’s, manches ist es auch nicht zwingend einfallsreich, unterm Strich ist „Burial Ground“ aber überzeugender und wahrhaftiger als so manche Eintagsfliege. So bleibt auch dieses Release also bedenkenlos zu empfehlen, auf den Friedhof gehören die noch lange nicht, auch nicht ihre Kumpels, Kärki und Sanders, die als Gäste einen kleinen Teil dazu beisteuern, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. 8/10