Friday, April 30, 2010

BRUTAL CORE - Awakening Of Conqueror - Mcd / Exterminal Prod.


BRUTAL CORE ist ein CANNIBAL CORPSE Klon und kommt vom Bosporus. Musikalisch ist das alles zum Einen recht dürftig und zum Anderen schamlos geklaut. Auf „El Chupacabra“ werden zum Beispiel eindeutig CC Riffs verwendet ohne sich die Mühe zu machen auch nur ansatzweise zu variieren. Der Sound ist durch offensichtlich fehlende Bassspuren viel zu schrill und blechern, zudem ist der Gesang irgendwie noch oben drauf gedeckelt und passt gar nicht recht zur Musik. Das polternde Gerüst macht keinen homogenen Eindruck. Auch wirkt die Umsetzung des passablen Songwritings oft sehr holprig und ungeschickt mit vereinzelten Anschlussfehlern. Für eine gute Portion Gebretter reicht das natürlich insgesamt immer, jedoch zu Größerem sollten sich die Herren momentan nicht berufen fühlen. Als Reminiszenz an die Szenegötter schlechthin vermurksen sie dann noch DEATH´s „Zombie Ritual“, das so kaum wieder zu erkennen ist. Zwischen den relativ kurzen Songs wird immer wieder versucht das Gehacke mit diversen Intros aufzulockern, die seltsam willkürlich erscheinen, keinen greifbaren Bezug zur Musik haben. Jedenfalls nicht augensichtlich. Die ganzen Mankos rühren möglicherweise auch daher, dass die früher unter anderem Namen puren Thrash Metal gespielt haben und die neue Schublade deswegen noch ordentlich klemmt. An deren Stelle hätte ich mich mit einem Release zu diesem Zeitpunkt noch zurück gehalten, die sind einfach noch nicht so weit und außerdem auch nicht sooo schlecht, dass sie das Handtuch werfen müssten. Es muss eben noch an vielen Feinheiten und einigen Grobeinstellungen gearbeitet werden. So kommt momentan erst mal nicht mehr heraus als gewöhnliche Death Metal Ware vom Band.
4/10

Thursday, April 29, 2010

4 BACKWOODS - Be Different Or Die - Cd / Limited Access Records


Bieder und harmlos erscheinen die 4 Herren aus Köln mit ihre Rock und ansatzweise Metaleskapaden. Musikalisch sind sie ganz bestimmt nicht ungeschickt, locken mit ihren Melodien und schwülstigen Gesängen aber nun auch nicht gleich jeden hinter´m Ofen vor. Lichte Momente bescheren die etwas härter angegangenen Nummern, die zumindest ein gewisses aggressives Potential beweisen und stückweit in den Arsch treten. Dann kann die Geschichte auch tatsächlich Spaß machen und über sich hinauswachsen. Aber weitestgehend ist deren Musik eher charttauglich und was für das breite Massenpublikum und die großen Bühnen. Da wollen die sicherlich auch hin, ist ja legitim. Jedoch straft der Albumtitel jegliche Anstrengung Lügen, denn was daran anders sein soll als bei anderen Radiobands ist mir schleierhaft. Da verlassen sie sich doch eher auf sicheres Gebiet und breit angelegte Rockgeschichten. Und dann kratzen die noch ihren Lokalkolorit an indem sie sich als Kölner …oder Umland…als Hinterwäldler verkaufen. Nee so was. Über weite Strecken macht sich eher anspruchslose Langeweile breit, auch wenn das Zusammenspiel der 4 tadellos ist und der Versuch einer vielschichtigen Produktion spürbar durchkommt. Ist halt generell nichts Besonderes und fast immer austauschbar. Schmusesongs mit netten Refrains und gesangliches Talent machen noch kein überragendes Album. Und die besten Parts erinnern immer an andere Bands, „Bleed Like This“ zum Beispiel eindeutig an LINKIN PARK. Und wenn du so schon am wegnicken bist, dann „überraschen“ die auch noch mit einer schmierigen Ballade „Butterfly“. Für solche Art Musikalität muss man schon ein Faible haben. Wie bereits erwähnt will ich den Jungs ihr Talent nicht absprechen, die Arrangements sind bestimmt gut durchdacht und mit Instrumenten können sie bestens umgehen. Das Ergebnis erscheint mir aber doch zu oberflächlich und viel zu zart. Bezeichnend dafür steht auch die Coverversion von CUTTING CREW „ I Just Died In Your Arms Tonight“. Wen es interessiert der macht sich im Netz ein Bild.
4/10

Wednesday, April 28, 2010

CATASTROPHE - Atrocious Chaos - Single / Exterminal Prod.


Eine Katastrophe ist die Musik nun bestimmt nicht, lediglich einen Song zu veröffentlichen und dann ein objektives Bild zu gewinnen ist aber nahezu unmöglich und grenzt beinahe an eine Solche. Nun, CATASTROPHE stammen aus der Türkei und spielen recht ansprechenden Death Metal mit leichter Thrash Schlagseite und anständigem technischen Know How. In etwa in Richtung VADER, schnell, vielschichtig und gut umgesetzt. Der vorgestellte Song kann sowohl prügeln als auch in gezügeltem Tempo für anspruchsvollere Unterhaltung sorgen. Er enthält in keinster Weise Lückenfüller sondern ist durchweg straff strukturiert und steht für echten Death Metal. Warum es den fünf Burschen nicht gelungen ist, mehr verwertbare Songs zu schreiben, bleibt mir ein Rätsel, denn wer so ein recht gutes Stück präsentiert, der muss doch auch noch mehr auf der Pfanne haben. Da bleibt doch tatsächlich nur zu hoffen, dass die aktiver werden und mehr Verwertbares abliefern, denn nach gerade mal einem magern Nümmerchen ließ sich noch keine Mutter erneut auf den Rücken legen, auch wenn der Fick gut war. Strengt euch mal ein bisschen an hinterm Bosporus und überzeugt uns mal, da geht doch bestimmt noch was. Und wen von euch das nun trotzdem interessiert, der hört sich „Atrocious Chaos“ im Netz an, das sollte genügen: http://www.myspace.com/catastrophetr
7/10

LAUTSTÜRMER - Depopulator - Cd / Power It Up


LAUTSTÜRMER setzen sich aus verblichenen und aktuellen DRILLER KILLER Leuten zusammen und liefern musikalisch eine verflucht dreckige und rockige Crutstcorevorstellung. Quasi MOTÖRHEAD auf Punk, primitiv aber effektiv. 3 peitschende und gehetzte Akkorde mit Metal Solis und zügigem Tempo, bollerndem Bass, rauem Gebelfer inklusive Gruppengegröle und den daraus resultierenden Songs garantieren beste Unterhaltung. Schmutzig, trocken, kantig und fast immer zum Mitbrüllen, so macht Musik Spaß. Absoluten Ohrenschmaus bietet „In The Line Of Fire“, der echten Hitcharakter beweist und wie ein Cruise Missile aus den Boxen pfeift um mit erfrischendem Drive direkt in die Fresse zu ballern. Generell geht das ganze Album so durch, macht einen vollkommen unbefangenen, beinahe naiven Eindruck und wartet mit massig messerscharfen und prägnanten Riffs auf. Um selbige sind dann alle Songs locker gesponnen, wirken beinahe fröhlich und trotzdem aggressiv. Wer gut mit MALIGNANT TUMOUR umgehen kann, bei deren Shows mit breitem Grinsen vor der Bühne quer schlägt, dem gefallen LAUTSTÜRMER mit Sicherheit. Angelt euch „Depopulator“ und feiert mit 12 echten Granaten und euren Kumpels ordentlich ab, denn der Krawall macht gute Laune und hebt sich deutlich von gewöhnlichem Crustcore ab, ist das hier doch alles wesentlich rockiger und vor allem innovativer. Eine Vinylversion wird es ebenfalls geben, die sich inhaltlich aber nicht von der Cd unterscheidet…glaube ich. Insgesamt ist sie vielleicht etwas kurz geraten, aber das ist ja immer relativ, ich kann sie trotzdem empfehlen, allen schon wegen des hohen Unterhaltungswertes.
9/10

Tuesday, April 27, 2010

ONCE GODLIKE - Demo 2010


Der Bandname scheint etwas vermessen, jedenfalls in Anbetracht der musikalischen Ergüsse. Selbige bewegen sich zwischen Death und Black Metal und enthalten ansprechende Killerparts so wie auch infantiles Geschrubbe. Die Songs sind also zum einen interessant gestaltet und haben das Potential amtlich in den Nacken zu schlagen, beinhalten aber auch Riffs, die sich im Proberaum verstecken sollten. Da werd ich nicht ganz schlau draus. Generell betrachtet muss ich der Band aber schon zugestehen, dass sie für viel Abwechslung sorgen, eine gewisse Atmosphäre transportieren und sowohl düster als auch brutal spielen können. Vielleicht sind sie der Zeit auch voraus und haben das Schubladendenken hinter sich gelassen, dann wären diverse Stilbrüche und songtechnische Eigenheiten legitim. Die stärkeren Momente, ich trau es mich kaum zu sagen, haben die schwarz angehauchten Phasen in denen das Kreuz auf Kopf hängt. So manches brutale Death Metal Riff ist aber auch nicht ohne. Zwischendurch gibt es nur immer mal wieder bedauerliche Einbrüche, die Schwung und Glaubwürdigkeit etwas ankratzen. Das Demo ist insgesamt betrachtet aber durchaus ansprechend, muss ich gar nicht dran rumdeuten, das Schlagzeug zum Beispiel hat den entsprechenden Prügelfaktor und klingt sehr versiert. Fakt ist aber auch, dass da noch einiges nachzuholen bleibt, ich zweifle jedoch nicht daran, dass die Jungs bei ihrem Potential in der Lage sind noch einige Schippen Kohle in die Glut zu schaufeln. Dieses Release enthält 5 Songs, die wie ein Weihnachtsgeschenk in ein Gesamtkonzept mit diversen akustischen Einschüben und Spielerein verpackt sind. Der Sound ist zu dünn. Der Mankos sind die Musiker sich scheinbar auch durchaus bewusst, sagen sie doch selbst von sich, dass sie noch nicht am Ziel sind. Das rechne ich mal positiv an und bin gespannt, was da noch so kommt. Für eine anständige Portion brutalen Radaus reicht es bisher aber ganz sicher! www.myspace.com/oncegodlike
6/10

Monday, April 26, 2010

BEYOND TERROR BEYOND GRACE - Our Ashes Built Mountains - CD / Deepsend Records


Dieses Album könnt man als Homage an Bands wie ROTTEN SOUND und NASUM betrachten, prügelt es sich doch weitestgehend in Schallgeschwindigkeit durch Raum und Zeit und steckt voller offener Aggressionen. Trotzdem scheint es vielerorts mehr eine Baustelle als ein fertiges Gebäude zu sein, eine Anzahl Songs erscheinen eher Fragmenten gleich denn ausgereiften Werken. Gut, der Großteil der Stücke ist absichtlich mit kurzen Spielzeiten konzipiert und bei dem angeschlagenen Tempo auch nicht verwunderlich, und trotz dem erscheinen sie wie schlichtweg eingebrochen oder als hätte jemand die Pausentaste gedrückt. Der etwas unfertige Eindruck wird durch zahlreiche seltsame Intros bestätigt, die deplaziert aussehen wie Schwalbennester am Spaceshuttle. Da wirkt dann „Murakami“ mit seinen beinahe 8 Minuten als hätte sich Gulliver im Land der Zwerge verlaufen. Und genau genommen passt auch der hier nicht rein, ist er doch lediglich ein Instrumental, das gesetzt und melancholisch beginnt und sich lediglich in seiner Intensität bis ins schier unermessliche steigert. Gut mag nicht schlecht sein, aber das Riff ist immer das Gleiche und schon nach 30 Sekunden abgenudelt. Da entsteht schnell der Eindruck, die Spielzeit müsste gepusht werden um mit Macht ein volles Album zu produzieren. „Our Ashes Built Mountains” hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck, denn die 4 Australier verstehen ihr Handwerk generell sehr gut, scheppern nicht einfach drauf los, wissen mit Progressivität umzugehen. Und künstlerische Freiheit in der Gestaltung eigener Werke bleibt ihnen natürlich unbenommen. Die sind musikalisch einfach zu gut, um oberflächliche oder gar dilettantische Musik zu machen. Mir selbst erscheint es aber zu sperrig, hat was von einem Kinderbaukasten, den die kleinen Rotzlöffel auf dem Teppich auskippen und nach Lust und Laune zusammen basteln, in einer Art, bei der Erwachsene keinen Anfang und keine Logik erkennen. Aber Kinder haben mehr Kreativität als wir ihnen zugestehen wollen. Vielleicht erkenne ich sie in diesem Fall einfach nur nicht. Ach ja, super Sound! 6/10

Sunday, April 25, 2010

FLESHROT - Traumatic Reconfiguration - Cd / Deepsend Records


Es stellt sich tatsächlich die Frage, woher eine Band so viel Energie hat um ihr Album in null komma nix von Null auf Hundert zu beschleunigen. „Traumatic Reconfiguration“ hat alles, was man von einer brutalen und intelligenten Scheibe erwarten kann. Zum ersten prügelt sich beinahe jede Nummer ohne Bremsbelastung über die akustische Autobahn ins Hirn und hinterlässt dort dauerhaften Schaden. Jede einzelne Nummer ist immens brutal und technisch höllisch fit. Zweitens besticht sie durch wahnwitzige progressive Einschübe, die aber immer sofort wieder stoppen, bevor der Zug Fahrt verliert. Die Gitarren arbeiten wie Straßenfräsen und schmettern ein Riff nach dem anderen auf den Asphalt, unterhalten mit pfeifenden Obertönen, verfrickelten so wie melodiösen Solis. Die gehen da so geschickt ran, dass jedem Song sein eigener Charakter aufgezwungen wird und ein sehr komplexer Eindruck entsteht. Quasi so, als wüssten die Jungs blind wohin die Reise gehen muss. FLESHROT liefern eines der bis Dato besten, härtesten und versiertesten Alben des Jahres, ein Album bei dem hinter jeder Ecke was Neues zu warten scheint und den Hörer trotzdem nicht überfordert.
Die Band zeigt, wer echt dicke Eier hat und worin deren Energie münden kann, wenn man sie nur zu kanalisieren weis. Dazu gehört ein Songwriting mit unbändiger Power, Gespür für mörderische Arrangements, Einfallsreichtum, Spaß, und dem Wissen, wie das alles umzusetzen ist. Heraus kommt dann ein Bastard, der vieles in den schatten stellt und dem Wort Blastattacke ein gänzlich neues Bild verpasst. Da bleibt kein Stein auf dem anderen und auch sonst nichts übrig, nicht mal Zeit zum Luft holen. FLESHROT vereint Bands wie ABORTED, DISGORGE und NILE in ihrem hauseigenen Meltingpot und lässt keine Wünsche offen. Ich hoffe die Band funktioniert wie ein Perpetuum Mobile, dann bezieht sie die nötige Energie aus sich selbst und beschert uns hoffentlich noch mehr solcher Alben. Dieses jedenfalls stellt alles was der Band bisher gelungen ist in den Schatten. Killer!!!! 10/10

Friday, April 23, 2010

WITCHSORROW - Witchsorrow - CD / Rise Above Records


Bei WITCHSORROW handelt es sich um 3 junge Menschen mit Hang zu alter Musik und zwar zu Doom Metal in seinem ursprünglichsten Sinn. BLACK SABBATH schwappt an allen Ecken wie flüssiges Bitumen aus den Poren der Instrument. Langsam, zäh, und unaufhaltsam tödlich. Allem Modernen widerstrebend schafft es die Band ein wahres 70er Jahre Feeling aufzubauen und den Vätern der Szene näher zu kommen als das gewöhnlich bei so gearteten Bands der Fall ist. Natürlich ist das genregegeben über weite Strecken unglaublich monoton, der Gesang nervenzerrend (löblicherweise ohne gegrunztes Erscheinungsbild) und der Sound so was von bassbetont, dass deren Studio irgendwo im 5. Sublevel des heimischen Kartoffelkellers liegen muss. Und trotzdem schaffen die 2 Jungs plus Mädel es immer wieder ihr Schneckenhaus kurzzeitig zu verlassen und die Sonne in ihre spinnennetzverhangene Katakombe zu lassen, die Ratten aus den Schatten zu scheuchen. So erinnert der Beginn von „The Trial Of Elizabeth Clarke“ peripher an eine langsame Version von Iron Man. Außerdem tun diverse Tempoverschärfungen (alles im Rahmen selbstverständlich) dem Gesamteindruck recht gut. Dadurch wird „Gomorrha“ zum Glanzstück und Mittelpunkt des selbst benannten Albums. Auch wenn die 5 Songs und ihre ¾ Stunde Spielzeit kaum groß Fuß auf dem schlüpfrigen und harten Boden der Metalwelt fassen werden, da der Schublade die große Lobby fehlt und die Band selbst sicher nicht den Grand Prix der Innovation gewinnt, so ist trotzdem ein gelungenes Debüt heraus gekommen, das weder langweilig noch belanglos ist und an die gute alte Zeit erinnert, als der Markt noch überschaubar war. WITCHSORROW ist eine ziemlich coole Doom Band, die jedem Nihilisten ein wohliges Schauern über den Rücken jagen kann und ihn veranlasst im Geräteschuppen nach der Schaufel zu suchen um das Leben generell mit Graberde zu bedecken. 7/10

Monday, April 12, 2010

NOMINON - Monumentomb - Cd / Deathgasm Records



Das 4. Studioalbum der Schweden bietet das, was zu erwarten war. Totalen Old School Death Metal. Roh, kalt, düster, schwarz und über weite Strecken primitiv. Insgesamt finde ich die Aufnahmen nun nicht unbedingt spektakulär aber doch gelungen. Und vor allem von den Schleifsteinen der Zeit völlig unberührt. Die knüppeln ihr morbides Zeug runter, als gäbe es kein Morgen. Auch der neue Sänger Henke Skoog von den begnadeten EVISCERATED passt prima in das Konzept der Band, klingt seine Stimme doch auf diesen Recordings unglaublich rau und fies, erinnert manchmal sogar an Cronos. Ansonsten ließe sich das Album vielleicht mit UNLEASHED vergleichen (deren letztes Album mal ausgenommen). Ausrichtung, blasphemischer Anstrich und Sound passen da ganz passabel zusammen. Monumentomb beinhaltet auch ein paar Highlights, wie „Mountain Of Hate“ und den Nackenbrecher „Wrath Of Shiva“, bei dem die Vocals untypisch brutal und tief angesetzt sind. Auch hat dieser Song an sich eine brutalere Ausrichtung, was vielleicht auch der Grund ist, dass er ans Ende der Scheibe gesetzt wurde. Jedenfalls hat er das Potential, die feindlichen Stellungen unaufhaltsam zu überrollen, wie ein dreckverkrusteter (wahlweise) T 34 oder Tigerpanzer.
Bei „Mountain Of Hate“ schnarrt der Bass herrlich und unterstützt die tiefer gelegten Gitarren mit komfortablem Sound. Nur das Schlagzeug scheint mir bei dem einen oder anderen Song etwas deplaziert, liegt vielleicht auch am Endmix. Der ist generell aber anständig.
NOMINON malen einen Todesengel mit gebrochenen Flügeln in die Asche toter Vulkane und versinnbildlichen ein Höllenszenario auf dem welkenden Boden von Mutter Erde. Na ja, innovativ ist möglicherweise was anderes, aber NOMINON sind szeneverwachsen und deshalb nehme ich denen das Album auch ab. Unschön, unharmonisch, 100 Prozent Death Metal Underground mit nur kleinen Macken. 7 /10

Friday, April 9, 2010

INHUME - Moulding The Deformed - Cd / War Anthem Records


Trotz dessen, dass die Käseköppe von INHUME immer gut in anderen Bands beschäftigt sind, ist jedes mal für Alarm gesorgt, wenn sie sich auf ihre „eigentliches” Baby konzentrieren. So natürlich auch dieses mal! „Moulding…“ prügelt zuverlässig und immer schön primitiv den Grind in jede Fresse, die sich in die Schusslinie wagt. Brutal, schnell und mit markantem Sound, keine Zeit für Feinheiten und trotzdem ein Händchen für sattes Songwriting. So erwarten wir INHUME und so kriegen wir es auch. Joost growlt unverwechselbar und Dorus belfert zurück. Die Gitarre sägt ungemein heavy, kann rocken und übel abziehen. Die Drums überschlagen sich und der Basssound ist übermächtig. Mit der Nummer sind INHUME wieder in der Lage die Verrückten bei größeren Festival vor die Bühne zu locken und bei den zahllosen kleineren das ganze Gelände zu zerlegen. 14 Nummern, die dem Zuhörer keine Zeit zum Verschnaufen lassen und ihn an den Rand des körperlichen Zusammenbruchs treiben. Selbiges erreicht die Band nur, in dem sie sich bis heute treu geblieben ist, von allen Trends unbeeinflusst nur das durchzieht, was ihnen selbst Spaß macht. Eben dieser Spaß ist der gesamten Scheibe anzuhören, klingt alles unverkrampft, ungezwungen und locker. Und das bei dem Tempo und all dem mörderischen Gehacke. Am Sound kann ich auch kaum nörgeln, das komplette Werk knallt einfach in allen Beziehungen. INHUME überraschen auch dieses mal nicht, das hat wohl auch keiner erwartet. Von INHUME wollen wir brutale Grindattacken in Form von blutigen Tiefschlägen kriegen und die gibt es im Dauerfeuer. Brachialität ohne Brechstange dafür mit Würze und einigen musikalischen Ohrfeigen für Weicheier. Pflichtkauf! 10/10

Thursday, April 8, 2010

DEATHBOUND - Non Compos Mentis - Cd / Dynamic Arts


DEATHBOUND hämmern mit ihrem neuen Album ein typisches skandinavisches Death/Grind Eisen, mit dem Sound den diese Musik verdient hat. Die Musik ist roh, kompromisslos, schnell und direkt. Wenn man die ungezwungene Brutalität von VOMITORY mit der atmosphärischen Dichte von DISMEMBER und dem ansprechenden Chaos von NASUM kreuzen würde, dann würde der so erzeugte Bastard diese Band ganz gut beschreiben. Die Songs sind tatsächlich so dicht beisammen, der Basssound lässt tatsächlich jeden Muskel vibrieren, dass das Album mit einem Rutsch durch ist und einige Narben hinterlässt. Und auch wenn ich auf „Non Compos Mentis“ kein echtes Highlight entdecken konnte, ist es rundum gelungen, macht Spaß und reicht locker für ein Bündel Muskelrisse. Die Gitarre kommt oft bleischwer rüber, ist aber problemlos in der Lage eine eher technische Richtung einzuschlagen (selten, aber nicht unwahrscheinlich) oder auch ganz ungezwungen zu grinden. Dem allen kann der Rest des Instrumentariums inklusive Gesang ohne viel Aufwand folgen. Sicher hätte es der Band gut gestanden, ihre Nummern etwas zu variieren, öfter mal den Fuß vom Gas zu nehmen und nach richtigen Aha – Momenten zu suchen. Aber es steht uns wohl kaum zu, daran zu nörgeln, schließlich muss eine Band hinter dem Ergebnis ihrer durchzechten Nächte stehen und damit leben, welchen Anklang deren Baby im Endeffekt beim Fan/Käufer findet. Und so erscheinen DEATHBOUND als lauter, hektischer und schmerzfreier Haufen ohne Berührungsängste zurück auf der Bühne. Und mit dem was sie hier geschaffen haben, müssen die 3 Finnen nicht hinter dem Berg halten. Sollte jemand von euch mit rotzig, dreckigem Geprügel Spaß haben wollen, bitte schön, hier gibt es eine amtliche Portion davon!
7/10