Saturday, January 30, 2010

CONSUME THE FETUS – Raped In The Outhouse


Diese Cd müsst ihr euch ungefähr folgendermaßen vorstellen. Da versuchen Fünfjährige durch bloßes Zuschauen (wie die das ja nun mal so machen) die Arbeit von Erwachsenen nachzumachen. So ist das eigentlich ja normal. Nur verkaufen lässt sich das in der Regel kaum als ebenbürtiges Qualitätsprodukt. CONSUME THE FETUS versuchen sich an PUTRID PILE und sind wohl auch ganz brutal bei der Sache. Aber die Feinarbeit, das Fingerspitzengefühl, zu wissen worauf es ankommt, das können hosenscheißende Knirpse noch nicht managen. Die Songs haben schon eine derbe Note, Slam und Gedresche und so was eben, nur klingt quasi jeder nach seinem Vorgänger, null Innovation, keine eigenen Ideen. Zudem ist der Drumcomputer grottenlangweilig programmiert und die Vocals saugen sich monoton von Nummer zu Nummer. Den Massenkonsumenten dürfte das vielleicht noch nicht mal stören, ist ja oberflächlich betrachtet nicht ganz so schlimm, nur recht unausgegoren. Und selbst das grauenvolle Cover, entstanden in pubertärer Fantasie unter dem ersten Cannabis Rausch und nach zu vielen schlechten Filmern aus Papis geheimer Kiste kann man sicher noch verknusen (auch wenn das wahnsinnig dilletantisch ist), aber so 17 oder 18 Minuten Spielzeit als volles Album zu verkaufen geht dann doch zu weit. Untypischerweise sind nicht mal Intros oder Samples als Vorboten des schlechten Geschmacks auf der Scheibe, die die Spielzeit so richtig strecken, ohne dass auffällt, dass unterm Strich zu wenig Mucke drauf ist. So würden das Erwachsene machen! Der Sound ist auch recht stumpf und klingt nach Heimarbeit am Rechner! Die Kids müssen noch viel lernen. Das komplette Unternehmen sollte lieber noch einige Jahre auf die Weide oder besser noch, die Brüder lernen einen richtigen Beruf und ernähren ihre Familien zukünftig mit richtiger Arbeit. Nur bedingt zu empfehlen, aber wer keine Scheu vor jugendlichem Leichtsinn hat, der klickt mal hier: http://www.myspace.com/consumethefetus
4/10

Friday, January 29, 2010

13 RITUALS - Rituals Of Punishment - Ep



Wenn ich etwas so nötig brauche wie einen verdammten Kropf, dann ist es diese Band aus einer karpatischen Einsiedelei, der es an Qualität wie an Quantität mangelt. Diese Ep enthält 4 Songs (was generell nicht schlimm ist). Wenn von den Vieren das Erste aber ein Sprachsample aus Hellraiser ist, an das sinnfreier weise ein ödes Instrumental angehängt ist und das Vierte lediglich eine grauenvoll klingende Livenummer um bei der Spielzeit zu bescheißen, werde ich doch sauer. Somit bleiben 2 Stücke übrig, die kaum 6 Minuten Musik hergeben. Jene sind dann wenigstens nicht völlig langweilig, wenn auch austauschbar und nicht wirklich von hoher Kunst. Gesanglich erinnert das an EXHUMED, was dann aber auch das Interessanteste wäre. Ansonsten drängt sich mir eher das Gefühl auf, die wären mit ihren mageren Death/Grind Kompositionen gar nicht fertig geworden. Die verkaufen sich lieber über ihr Image, als sich auf das Songwriting zu konzentrieren. Nee, so was fällt bei mir durch, ich wüsste nicht, wer sich daran begeistern sollte. Den ganzen Quatsch habe ich anderenorts schon viel besser gehört. Vielleicht sollte ich den Leuten zu Gute halten, dass sie gerade mal 1 Jahr Bandgeschichte hinter sich haben und sie es einfach nicht besser wussten. Bei solch einer unsinnigen Präsentation jedenfalls kriegen die echte Probleme ihr Debütalbum (wenn es denn überhaupt mal so weit kommt) los zu werden. Da wird jeder, der das hier gehört hat immer noch damit beschäftigt sein, seinen Kater von diesem Blödsinn zu vertreiben und um Himmels Willen nicht noch mal was von denen haben wollen. Es wäre sicher geschickter gewesen, sich noch etwas (ein langes etwas) in Geduld zu fassen aber nun ersäuft der Köter im Brunnen! 3/10
http://www.myspace.com/13rituals

Thursday, January 28, 2010

FREYA - All Hail The End Cd / Victory Records


FREYA sind nicht der Überflieger als der sie gern dargestellt werden. Eher handelt es sich bei diesem neuen Album um ein recht biederes HC/Metalcore Output das mit melodiöser Schlagseite zu punkten versucht. Dabei wiederholt sich das, was die Leadgitarre ausspuckt nur all zu oft, zumindest innerhalb eines Songs, welche somit zu leicht durchschaubar sind. „All Hail The End“ fehlt, nicht nur aufgrund dessen, vielerorts die nötige Power um ein echter und knochentrockner Nackenbrecher zu sein. Seltsamerweise und trotz vieler Möglichkeiten kommt die Truppe mit ihren Nummern nicht recht aus dem Arsch und bietet viel Gewöhnliches und wenig Aufregendes. Am spielerischen Vermögen liegt das nicht, setzt sich das Bandgefüge doch größtenteils aus den Überbleibseln von EARTH CRISIS zusammen. Die Vocals sind auf Grund kreischender Einfallslosigkeit schnell monoton und deren dezent eingestreute cleane Parts eher unpassend. Die Arrangements stimmen im Allgemeinen nicht, die Songs schaffen es zu keiner Sekunde zu überzeugen und schicken den Hörer eher schlafen als ihm einen kräftigen Tritt in den Arsch zu verpassen, da wurde völlig Vergessen, das harte Musik Druck aufbauen muss. Abwechslung und aggressives Songwriting sind gleich Null. Da weis ich nicht, was ich der Platte überhaupt zu Gute halten kann, außer vielleicht, dass FREYA sicher keine schlechten Musiker sind, denen das nur noch keiner gesagt hat. Und so schleifen sie ihre Eisen bis sie brechen und sind nicht fähig wirklich aus sich heraus zu gehen, bis ins letzte Detail zu überzeugen. „All Hail The End“ ist leider nur eine halbgare Mahlzeit, die umgehend zum Koch zurückgeschickt werden sollte. 3/10

Tuesday, January 26, 2010

CORROOSION – Punish The Mind - Cd / Rising Records


Diese italienische Truppe mit dem Buchstabenüberfluss im Bandnamen ist eindeutig nicht auf dem Weg Rost anzusetzen. So wird das Nutzen des Subwoofers beim Genuss des Rundlings ausdrücklich empfohlen. BAM…und die Bässe spalten Dielenbretter auf 5 Meter! Unglaublicher Effekt. Bei Corroosion handelt es sich um eine ziemlich brutale Thrash/Deathcore Kapelle, die sehr rüde daher kommt, so einige Elemente aus dem modernen brutalen Death Metal mitbringt, und manches aus dem HC untermischt, Thrash Riffs verwurstet und das Gestell an eine Band wie Slipknot anlehnt. Nur dass sie eben um einige Nuancen heftiger klingen…und diesen BAM!...Effekt haben. Zudem finde ich es sehr erfrischend, dass der sonst so beliebte und allerorts hektische Keifgesang hier einer relativen Bandbreite vokaler Entgleisungen Platz machen muss. Musikalisch legt sich die Band also scheinbar gar nicht so fest und beweist viel mehr ein Händchen dafür, die interessantesten Stücke aus allen möglichen Genres herauszupicken und in ein eigenes Format zu packen. Beinahe alle Songs sind mit spürbarer Aggressivität und einer fast greifbaren Rasanz vorgetragen. Viel Zeit zum durchschnaufen gibt es bei dem angestrebten Tempo nicht und vor allem die Vokalisten liefern sich beeindruckende Duelle bis hin zur totalen Dyspnoe. Möglicherweise benötigt man bei denen keinen Sauerstoff um den Kadaver am Blubbern zu halten. Nur der letzte Song „Faces Of Paradoxical Existence“ hebt sich vom Gesamtbild ab, ist der doch ellenlang, steht auf der Bremse und wirkt eher wie ein erzwungenes „Kunstwerk“ als dass er als Nackenbrecher durchgeht. Nun, das soll dann wohl so sein. Ansonsten knallt das Album eine Granate nach der anderen in die Frontlinie des guten Geschmacks. CORROOSION brechen mit lieb gewonnenen metallischen Umgangsformen. „Punish The Mind“ ist deswegen eher nichts für Traditionalisten, Szene – Frischfleisch wird daran aber Gefallen haben. 7/10

Friday, January 22, 2010

STYGIAN - Fury Rising - Cd / Mortal Music


STYGIAN ist ein waschechter Metallica Clone, der sich vornehmlich mit der Phase des schwarzen Albums beschäftigt aber auch einige Hooks vom letzten Album dabei hat.
Die Songs sind natürlich die eigenen und auch auf hohem Niveau angesiedelt. Das Album bietet alles, von gelungenen schweren Metal Kompositionen, Thrash Riffs bis zu Balladen.
Es ist aber deutlich hörbar was bei denen privat so durch die Anlage donnert, so sind die Arrangements, der Gitarrensound und der Gesang eindeutig bei den großen 4 abgekupfert. Aber das muss ja nicht die schlechteste Wahl sein. Alle 10 Songs sind bis ins Detail durchgestylt, professionell eingespielt und satt produziert. Schön wäre es vielleicht gewesen, wenn die eine oder andere Nummer etwas mehr abgehen würde, aber in ihrer Musikalität sind die Jungs sehr interessant und absolut sattelfest. Richtig gut ist „Last Redemption“, der hat Ohrwurmcharakter durch prägnantes Riffing und variablen Gesang. Bei selbigem höre ich nebenbei durch alle 10 Songs ohnehin nur Hetfield. Aber die Nummer paart Aggressivität mit virtuosem Spiel. Und der Chorus ist auch verdammt cool. Geht gut ins Ohr.
Möglicherweise sollte die Band etwas mehr Eigeninitiative zeigen, aber wenn diese Art Musik ihr Ding ist, relativiert sich so was, die Skills bleiben unbestritten. Außerdem sind die Bandmitglieder bekennende Metallica Fans und haben sich das Spielen mit deren alten Songs beigebracht. Was soll denn da am Ende bitte auch rauskommen. Ich will das auf keinen Fall kritisieren, denn die Jungs haben einen unglaublichen Spielriemen und können ihren Faves locker das Wasser reichen. So bleibt dieses Album vornehmlich ein Tipp für Metallica Fans und Leute die auf guten, bedingt harten und melodiösen Metal stehen. 7/10

Wednesday, January 20, 2010

OBTUSE / GRINDBASHERS - Split Cd / Herrie Records


OBTUSE spielen hier eine ganz fixe Mixtur aus vornehmlich Grindcore mit coolen Bassläufen und einigen Arrangements und Riffausflügen zu eher Death oder Thrash orientierten Tönen. So ein Song wie „Clusterfuck“ rockt gewaltig und klingt auf Grund seiner anfängliche Behäbigkeit immens nach Rangierbetrieb mit Diesellok auf dem Güterbahnhof. Die haben schon einige gute Ideen in ihren Songs verarbeitet und limitieren sich nicht zwangsläufig auf ein Genre. So kommen progressive Einflüsse von DILLINGER ESCAPE PLAN genau so zum Tragen wie Geschwindigkeitsattacken a la ROTTEN SOUND. Lyrisch nehmen sie sich auch eher ernst und so macht die Band rundum einen seriösen Eindruck, der musikalisch ansprechend ist. Nicht der Oberhammer, aber souverän und einfallsreich!
GRINDBASHERS gehen ihren Part etwas anders an und zwar geradliniger und wesentlich schneller. Das ist purer chaotischer Old School Grindcore mit rasantem tempo und dementsprechend kurzen Songs. Um ehrlich zu sein, schießt das so schnell über mich hinweg, dass zumindest bei den ersten 3 Durchläufen kaum was hängen bleibt. Das schreddert erst mal komplett durch und so bald ich versuche, mich auf einen Song einzustellen, ist der auch schon wieder im schwarzen Loch verschwunden. Mit ausreichend Zeit und Geduld entpuppt sich die Musik aber als durchaus gut durchdacht und entwickelt erst auf den zweiten oder dritten Blick seine Reize. So ist der Gitarrensound schön tief und schwer und die Songs entwickeln auf Grund gutem Timings und roher Growls ein spannendes Eigenleben. GRINDBASHERS dürften vornehmlich Grindpuristen ansprechen, Ausflüge in die Moderne sucht man hier vergebens, gut so. Also denke ich im Nachhinein ist dieses Splitalbum trotz einiger Schönheitsfehler ganz passabel und durchaus zu empfehlen. 6/10

Saturday, January 16, 2010

INVIDIOSUS - The Heterotrophic Harvest - Ep


Diese Band ist offensichtlich auf Rekordjagd. Und das meine ich nicht in musikalischer Hinsicht. Die Band gibt es noch keine 4 Jahre und trotzdem haben dort schon sage und schreibe 23 verschiedene Typen gezockt. So was reicht anderenorts für eine eigene Bürgermeisterwahl. Da dreht sich das Karussell schneller als auf einer hochtechnisierten Melkanlage. Dass dann hinten überhaupt was Verwertbares rauskommt, ist mehr als verwunderlich. Das Werk beginnt mit einem recht handelsüblichen Instrumental und führt uns danach durch 5 weitere technische Death Metal Nummern mit leichtem Hang ins Schwarze. Unterstützt wir das durch gelungenen aber gängigen zweistimmigen Gesang, in etwa wie bei LIVIDITY. Jeder Song hat tatsächlich seine eigenen Highlights, wenn einer brutal dahinknattert und schweinemäßige Vokalakrobatik betrieben wird, ist der nächste melodisch angehaucht oder bedient den Hörer zumindest mit beinahe klassischen Soli. Das angestrebte Tempo wirkt fast wie eine Ochsenpeitsche, die die jeweilige Nummer immer noch mehr antreibt als anfänglich zu erwarten wäre. Allein das angesprochene Instrumental hätte schnell nach hinten losgehen können, versuchen doch normale Bands von Anfang an zu überzeugen.
INVIDIOSUS setzen da scheinbar eher auf den Überraschungsmoment und verprügeln ihre Hörer akustisch erst mit dem zweiten Hieb. Finde ich schon ungewöhnlich, ist aber gelungen. Zu Gute zu halten ist dieser EP auch die Tatsache, dass sich so gut wie nichts wiederholt und das Niveau so anständig hoch gehalten wird. Stellt sich am Ende die Frage, wie eine Band mit so einem Besetzungswirrwar so interessante Songs schreiben kann und vor allem wie lange das Gesamtexperiment überhaupt gut gehen soll. Freunde brutaler und geschickt in Szene gesetzter Klänge sollten sich die Ep angeln, bevor der Kahn absäuft! http://www.myspace.com/invidiosus 7/10

Thursday, January 14, 2010

CHOKED BY OWN VOMITS / S.C.A.T. - Split Cd - Rotten Roll Rex


CHOKED BY OWN VOMITS waren mir schon mit ihrem Album “Shit Autopsy” sympathisch. Geht auch gar nicht anders, wenn eine Band sich nach dem populärsten überhaupt Rockstartod benennt. Na und musikalisch verzapfen die Grindcore wie es Tschechen eben machen. Da könnte doch einer glauben, die haben einen nationalen Sound abboniert. Das stampft, prügelt groovt und rumpelt wie es von unseren östlichen Nachbarn zu erwarten ist.
Viel JIG AI; PIGSTY und zudem manchmal punkige Rockattitüde der Marke MALIGNANT TUMOUR. Alles völlig unkompliziert und ohne Umwege in den Nerv des Nutzers. Schade dabei ist, dass deren schräger Humor etwas abgeht, da alle Intros in Landessprache verbrochen werden. Anonsten ist der Sound schwer und brutal und den Typen ist anzuhören, dass sie viel Spaß mit ihrem Kram haben, der wenigstens scheinbar völlig unverkrampft entstanden ist. Die Songs versprühen eine Lockerheit die ich nur selten zu Gehör bekomme. Macht Spaß?
S.C.A.T. kommen da nicht ganz mit, bei denen hängt dafür aber der Gorehammer dicht über dem Geschmackshorizont. Das stampft und rülpst, mein lieber Scholli. Das geht tempomäßig vom Plumpsack bis zu Raserei, klingt wenig innovativ aber unterhält vortrefflich. Der Sound selbst hätte gern etwas differenzierter sein dürfen, besonders die Klampfe wirkt arg verstimmt. Steckt sicher Berechnung dahinter und macht deren Albumpart nicht unbedingt schlechter, nur etwas gewöhnungsbedürftig. Na ja, ist eben kaputte Mucke von kaputten Russen. Bei denen muss es schon verdammt kalt sein, wenn die sich mit so was warm halten müssen. Bei so viel launischem Geschepper verkippen die doch glatt den ganzen Wodka. Ist trotzdem recht gut gelungen, wenn auch nicht überragend, ein anständiger Hangover schmerzt wesentlich heftiger.
Diese Split ist generell ein gelungenes Fressen für Szenejunkies.7/10

Wednesday, January 13, 2010

WORLD HATE CENTER - Maximum Perversum - Demo


Hab ich was gelacht, nee so ein Haufen Bescheuerter. Musikalisch orientieren die sich an Bands wie GUT, sind genau so simpel gestrickt und machen Mucke mit den Schwänzen. Die Musik habe ich aber (unabsichtlich) schnell verdrängt, da ich ständig versucht habe die Sprachsamples zu verstehen, die jeden Song durchziehen wie der String die Arschbacken von Jenna Haze. Ich frag mich, wo man so was auftreibt, da ist so viel Nonsens drin, dass es mir das Wasser in die Augen treibt. Am abgefahrensten ist wohl der Typ der im Bus onaniert und seine Sünden am Telefon bei Damian, dem Seelenklempner bekloppter Nachtgestalten, ausführlich beschreibt. Stellt sich nur die alles entscheidende Frage, ist das nun ne Cd mit kranken und echt guten Gags, ja beinahe Realsatire oder etwa eine Hörspiel Cd mit kaputter Musik. Jedenfalls nimmt sich die Truppe nicht all zu ernst und das gibt den Songs durchaus was erfrischendes, selbst wenn das musikalisch nicht der große Wurf sein sollte. Ziemlich cool finde ich auch den teilweise synthetischen Sound der was von LIBIDO AIRBAG oder TOURETTE SYNDROM hat. WORLD HATE CENTER sind offensichtlich keine Band auf dem Weg zum metallischen Olymp. Die machen einfach nur Spaß ohne künstliche Ansprüche zu erheben. Eine Punktewertung lass ich mal außen vor, da tu ich mich etwas schwer, hinsichtlich des Unterhaltungswertes ist das hier aber ganz groß. Zumal Quatsch und Lärm zusammen ganz rund klingen, wirkt nichts aufgesetzt. Genau genommen geht das ganze Gerödel schon über gewöhnlichen Porn Grind hinaus und wird garantiert nicht langweilig. Lass jucken Kumpel! http://www.myspace.com/godsofgrind

Tuesday, January 12, 2010

HYMEN HOLOCAUST - Hot Love - Cd / Rottel Roll Rex


Morris macht mit seinem Soloprojekt HYMEN HOLOCAUST genau da weiter wo er mit den letzten Tönen von der gleichnamigen Ep aufgehört hat. Und zwar mit tonnenschwerer Harmonizerwalze und der Vorliebe für grauenvolle Buttgereit Amateurfilme. Diesmal widmet er sich dem unsäglichen Kurzfilm Hot Love. Aber thematisch passen perverse Sexgeschichten schon zu einer Musik die alles von C.B.T. über T.D.E.B.N. und noch ne Abkürzung…nee MORTICIAN abdeckt. Das Tempo hält sich in Grenzen und macht die Nummern somit umso gewichtiger. Zudem unterstützt ein höllisch brutaler Sound den positiven Eindruck der Langrille. Natürlich gibt es wenig Abwechslung und das Schlagzeug wiederholt so einiges des Öfteren und wird daher manchmal öde. Bei CLITEATER hatte Morris da einiges mehr zu tun. Aber dahinter versteckt sich ganz sicher kein Unvermögen, muss wohl so sein. Die Gitarrenriffs sind der Hammer, auch wenn einiges bekannt vorkommt. Im Gegensatz zu manch anderer Combo klingt die Klauerei oder zumindest die Ideenbeschaffung gar nicht ungeschickt. „Hot Love“ ist ein Riff - Déjà-vu für Gorefreaks mit Vorliebe für blutige Ohren und schmutzige Unterwäsche! Allein für den Raubzug bei „Punk Rock Pussy“ wird man in weniger konservativen Landstrichen aufgeknüpft. Egal, was soll´s. Am meisten Spaß verbreitet dieses Machwerk, wenn das Tempo richtig runter geht und jeder Akkord wie eine Abrissbirne einschlägt. Viel mehr Worte bedarf es nicht, „Hot Love“ ist simpel und direkt, ohne große spielerische Raffinessen und Überraschungen. Aber mal ehrlich, wer hätte das erwartet und hätte Morris an seinem Hüpf, Gore und Schädel runter Prinzip was geändert, wäre das doch ne verdammte Enttäuschung gewesen. Ne, ne es ist gut so wie es ist. Das Tanzbein darf geschwungen werden und da Buttgereit noch einiges an schlechten Filmen zu bieten hat, dürfte der HYMEN HOLOCAUST Maschinerie so schnell auch das Material nicht ausgehen. 8/10

Monday, January 11, 2010

ENGORRIMENT - Promo


2 Songs zu besprechen ist beinahe verlorene Zeit, da sich in der Regel noch gar kein klares Bild zeigt. Aber na gut. ENGORRIMENT spielen brutalen Slam Death, der sich durch seinen Stil selbst limitiert aber nichts desto trotz mit viel Wirbel einschlägt. Genau das richtige Futter für eine Circlepit. Der Sound selbst erscheint etwas clean, gebügelt quasi mit Anspruch auf Semiprofessionalität. Da will es jemand genau wissen. Die 2 Stücke sind sehr gefällig, bieten alles was diese Art Musik hergibt und ist hoffentlich kein Schnellschuss. Davon mehr zu hören wäre zumindest nicht gänzlich belanglos. Ist was für Freunde des modernen Tanzbärschrittes, an kurzer Kette wild im Kreis und alle anderen Mischkas und Bummis über den Haufen rennen. Das imaginäre Bild würde zu den schweren Riffs und dem betont mörderischen Rhythmus passen wie die Rosette auf den Boiler. ENGORRIMENT wiederholen und arrangieren um, ohne wirklich Neuland beschreiten zu müssen. Funktioniert auch so und ohne beschissener Langeweile Vorschub zu leisten. Gut hingekriegt. Müsst ihr selbst mal hören, kein Überflieger aber anständige Arbeit. Und sonst, na ja sind halt nur 2 Nummern und ich hab auch nicht Lust das jetzt 10 mal zu hören. Warten wir eben ab, was da noch so kommt. Demnächst soll eine Split mit ONICECTOMY erscheinen auf der sich die Promo bestimmt wieder finden wird. http://www.myspace.com/engorriment 6/10

Thursday, January 7, 2010

SEVERE METASTASIS / MONKEY EATING FLESH Split



Das ist hier schon ein ziemlich feistes Release, so wie viele andere bestimmt auch. Generell ist es ganz schön unverschämt so etwas auf terrestische Gewebeverbünde ungestraft loszulassen. SEVERE METASTASIS zum Beispiel ist der Alleingang eines Philippinos namens Priestkiller. Und was der hier frech zusammen kloppt, ist eine pure Death/Grind/Kotzorgie die sich gewaschen hat. Alles andere als innovativ kommen die Nummern Klischee - überzogen als äußerst brutale Ohrfeigen der Sorte CORPSE CARVING daher und knicken entweder Nackenwirbel durch oder langweilen. Liegt am Hörorgan und Musikverständnis des Einzelnen. Bisschen mehr Mühe hätte sich der selbsternannte Vatikanwidersacher gern geben dürfen. Aber für ne UG - Produktion, die den eigenen Rahmen nicht sprengen will und wird ist das allemal in Ordnung. Die Marschrichtung und das Tempo machen Spaß und das langt mir heute mal.
MONKEY EATING FLESH ist dann das Gleiche in eitergrün. Rumpel, Rülps und Gore. Nur halt in voller Besetzung. Alles was zu erwarten war, wenn jemand auf Schlachtermesser und kreischendes Weibsvolk setzt. Absolute downtuned Goreobsession mit wahnwitzigen Stimmbandattacken, die manchmal mehr in den Vordergrund gerückt werden als unbedingt nötig. Musikalisch ist auch hier natürlich mehr stumpfes und ereignisarmes Geratter drin, als echte Killersongs. Aber egal, ist trotzdem witzig und zielt zentral auf die Glocke. Natürlich dürft ihr von beiden Bands keine Höhenflüge und technische Verrenkungen erwarten. Das poltert einfach nur und ist mit Sicherheit nicht dafür gedacht, den Orbit zu bevölkern. Ich kann ganz gut mit diesem Spartengeholper leben und es auch genießen. Immer in der weisen Voraussicht, dass ich nicht viel erwarten kann. Wenn ihr das genau so könnt und ohne allen sonstigen Hype mit tatsächlichen Kellerbands abfeiern wollt, und für die zudem Halbherzigkeit ein Fremdwort ist, dann gebt ihnen eine Chance. Hier die hochgesteckte Punktewertung, rein aus Sympathie 6/10 http://www.myspace.com/mxexf

Tuesday, January 5, 2010

S.R.O.M. - Supreme Malicious Necro Terror - Cd / Rotten Roll Rex


Dieses Album ist wie eine B 56 knapp über dem Feindradar, das Ding fliegt verdammt tief und du musst dich unwahrscheinlich anstrengen zu folgen und zu hören, ist aber immer noch zu orten. Diese Floskel bezieht sich auf den unglaublichen Basssound, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so gewollt ist aber durch seine verdammte Tieflage auch einiges an Coolness auf der Strecke lässt. So lange das leider oft monotone Schlagzeug zurückhaltend ist, geht das irgendwie und es offenbaren sich ein paar fette groovige Nummern in tanzbarem Polkarhythmus. Das verbreitet dann schicke gorige Spaßatmosphäre. So bald das Tempo aber doch mal anzieht wird der Basssound doch eher anstrengend als erheiternd. Viel bleibt dann von der eigentlichen Gitarre nicht mehr.Und auch das hat eben was von einem schwergewichtigen Bomber. Wenn er seine Ladung abwirft, treffen ein paar und richten unüberschaubares Chaos und Verwüstung an und bleiben den Überlebenden lange im Gedächtnis. Andere jedoch sind Blindgänger, die vielleicht noch durch´s Dach schmettern aber ereignislos irgendwo stecken bleiben und später einfach entsorgt werden. Genau so verhält sich „Supreme Malicious Necro Terror “, das sicher ein gutes Release ist, nicht dass wir uns falsch verstehen, aber es gibt mit Sicherheit noch einiges zu verbessern. Nun hat die Band dieses Image und den dazugehörigen Sound selbst gewählt und mit den Jahren auch voran getrieben, so muss ich ihnen die Entscheidung auch zugestehen so fies und erdrückend zu klingen wie sie es eben wollen. Und ob das nun in lähmender Todesstarre gipfelt oder dem Wahnsinn von Harmonizer und Co freien Lauf lässt, das liegt letztendlich ganz bei euch. Für mich bleibt die Cd eine witzige und relativ gelungene Fußnote in einem überfluteten Genre. Es gibt ganz gewiss bessere Goregrind Acts, aber auch zahllose Schlechtere. Eins bleibt aber gewiss, sie sind die ungekrönten Könige der locker gespannten Katzendärme! 6/10

Monday, January 4, 2010

KUBLA KHAN - Six Sex Six - Cd


Eine Band nach einem fetten Mongolen benannt und ein Albumtitel der entweder ironisch oder dämlich ist, lassen nix gutes erwarten. Aber das ist nur die Oberfläche, Gott sei´s gedankt. Genau betrachtet können KUBLA KHAN recht schnell überzeugen, ihre Art Metalstile zu mischen und etwas verwertbares hinten rauszuscheißen ist durchaus bemerkenswert. Generell handelt es sich um Thrash Metal auf hohem technischen Niveau mit rasiermesserscharfen Riffs und einfallsreichen Solis. Nix von der Stange. Das interessantere aber ist der ständig treibende Rhythmus, gepaart mit einem sonoren und trotzdem extrem aggressiven Gesang und einem sofort erkennbaren Gitarrensound, das alles einen starken Industrial – Drall hat und an eine Band wie MINISTRY erinnert. Stimmfärbung, Arrangements, all so was, nur eben ohne synthetische Spielereien und ermüdender Monotonie. Dafür aber mit einigen exotischen Ideen und unterstützenden Death Metal Growls. Dieses Album stellt deshalb wohl doch etwas eher ungewöhnliches dar und hat deshalb auch mehr Aufmerksamkeit verdient. Allein die Arrangements in Songs wie „Agrodeath“ oder den Titeltrack schreibt man mal nicht eben so. Zweifellos starkes Songwriting, so etwas kippt nicht mal eben vom Hänger. Genau genommen finde ich an diesem Album nichts zu nörgeln, wer Talent erkennt und nicht jeden Tag eben geradlinige Musik hören muss, nicht nur Krawall frisst und scheißt, den könnte diese Band sicher anstecken. Mal ausprobieren! http://www.myspace.com/kkhan 8/10